junge Welt: Russlands Botschafter verurteilt»verzerrende« Darstellungen des deutsch-sowjetischen Nichtangriffsvertrags

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In einem Exklusivbeitrag für die in Berlin
erscheinende Tageszeitung junge Welt (Donnerstagausgabe) äußert sich
der Botschafter der Russischen Föderation in der Bundesrepublik,
Sergej N. Netschajew, zum deutsch-sowjetischen Nichtangriffsvertrag,
dessen Unterzeichnung sich am Freitag zum 80. Mal jährt. Er beklagt
in seinem Kommentar »ambivalente Interpretationen« und »direkte
Verzerrungen« des historischen Kontextes durch »Pseudohistoriker«,
denen zufolge »das nationalsozialistische Deutschland und die
Sowjetunion im gleichen Maße verantwortlich« für den Kriegsausbruch
1939 gewesen seien.

Netschajew verweist auf die Zwangslage, in der sich Moskau damals
befunden habe:

»Die Sowjetunion vermied dadurch den Zweifrontenkrieg und
erreichte einen Aufschub, der nötig war, um ihre Streitkräfte zu
modernisieren, die Verteidigung zu stärken und sich auf einen
andauernden Konflikt vorzubereiten.«

Der Botschafter mahnt einen »behutsamen Umgang« mit »unserer
gemeinsamen Geschichte« an:

»Ihre Fälschung aus tagespolitischen Erwägungen ist absolut
unverantwortlich und gefährlich.«

Pressekontakt:
junge Welt Redaktion
Brigitte Jelkmann
bj@jungewelt.de
Tel. 030/ 53 63 55 0

Original-Content von: junge Welt, übermittelt durch news aktuell

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