Kinder- und Jugendstärkungsgesetz: ASB bedauert „Schrumpf-Reform“

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Heute Nacht findet im Deutschen Bundestag die
abschließende Lesung zum Kinder- und Jugendstärkungsgesetz statt. Das
nun zur Abstimmung gestellte Gesetz beinhaltet noch einmal
wesentliche Änderungen.

Der Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland (ASB) bemängelt, dass
aufgrund des Widerstandes der Union die Reform des Pflegekinderwesens
aus dem Text gestrichen wurde. Damit beschränkt sich das Gesetz im
Wesentlichen auf verbesserte Beteiligungsmöglichkeiten für Kinder und
Jugendliche und auf Änderungen im Kinderschutz.

„Der ASB bedauert, dass die Änderungen im Pflegekinderwesen trotz
ausführlicher Diskussionen im Vorfeld nicht umgesetzt werden: Mehr
Beziehungskontinuität für Pflegekinder herzustellen, zu den
Pflegeeltern wie zu den leiblichen Eltern, wäre notwendig und
wünschenswert gewesen“, erklärt ASB-Bundesgeschäftsführer Ulrich
Bauch.

Demgegenüber begrüßt der ASB, dass auf die bürokratischen
Regelungen zum Kinderschutz in der offenen Kinder- und Jugendarbeit
in §48b verzichtet wurde. Auch dass der Paragraf zum Jugendwohnen nun
gar nicht verändert wird, bedeutet zumindest, dass keine
Einschränkung der Zielgruppe erfolgt. Kritisch wertet der ASB nach
wie vor die nunmehr verankerten Steuerungsmöglichkeiten der Länder
bei der Kostenerstattung für unbegleitete minderjährige Geflüchtete.

„Von der ursprünglich anvisierten großen Reform des Kinder- und
Jugendhilferechts ist nur noch eine Schrumpf-Reform übrig geblieben.
Aus Sicht des ASB muss in der nächsten Wahlperiode ein neuer Anlauf
zur Reform des SGB VIII erfolgen“, unterstreicht Ulrich Bauch.

Hintergrund: Der ASB setzt sich dafür ein, Kindern ein Aufwachsen
mit gleichen Chancen zu ermöglichen. Dafür bietet der ASB vielfältige
Betreuungsangebote sowie zahlreiche Hilfestellungen im Bereich der
Kinder- und Jugendhilfe an. Ausführliche Informationen zum Engagement
des ASB für Kinder, Jugendliche und Familien finden Sie unter
https://www.asb.de/kinder-und-jugendhilfe

Wir helfen hier und jetzt. Der ASB ist als Wohlfahrtsverband und
Hilfsorganisation politisch und konfessionell ungebunden. Wir helfen
allen Menschen – unabhängig von ihrer politischen, ethnischen,
nationalen und religiösen Zugehörigkeit. Mehr als 1,2 Million
Menschen bundesweit unterstützen den gemeinnützigen Verein durch ihre
Mitgliedschaft. Parallel zu seinen Aufgaben im Rettungsdienst – von
der Notfallrettung bis zum Katastrophenschutz – engagiert sich der
ASB in der Altenhilfe, der Kinder- und Jugendhilfe, den Hilfen für
Menschen mit Behinderung, der Auslandshilfe sowie der Aus- und
Weiterbildung Erwachsener. Wir helfen schnell und ohne Umwege allen,
die unsere Unterstützung benötigen.

Pressekontakt:
ASB-Pressestelle: Susanne Wagner, Telefon: 0221/47605-224,
E-Mail: s.wagner@asb.de, www.asb.de, www.facebook.com/asb.de,
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Original-Content von: ASB-Bundesverband, übermittelt durch news aktuell

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