Kölnische Rundschau: Kölner OB Reker lässt neue Kandidatur 2020 offen – Durch Stadtwerke-Affäre „Vertrauen zerstört“

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KÖLN. Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker
hat eine erneute Kandidatur als Oberbürgermeisterin bei der Wahl 2020
offen gelassen. Im Gespräch mit der Könischen Rundschau
(Samstagausgabe) sagte sie nach zweieinhalb Jahren im Amt: „Es geht
um die Frage, wie ich glaube, Themen weiter umsetzen zu können.“ Die
parteilose OB war in der Stadtwerke-Affäre zuletzt von den
Unterstützerparteien CDU und Grüne nicht über die geplante
Erweiterung der Geschäftsführung unterrichtet worden. Den lukrativen
Posten sollte der SPD-Politiker Martin Börschel bekommen – bisher
Chef der SPD-Ratsfraktion, Landtagsabgeordneter und bis vor kurzem
auch stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag.
Reker stoppte daraufhin das Bewerbungsverfahren. Die nächste OB-Wahl
findet 2020 statt. Zu der Affäre sagte Reker der Zeitung: „Es ist
Vertrauen in die Politik zerstört worden.“ Mehr als der Vorfall
selbst bringe es sie auf, dass die Unterstützung für ihre Politik
weggebrochen sei. Reker war für Transparenz und die Besetzung von
Posten ohne Blick aufs Parteibuch angetreten. CDU und Grüne
unterstützen die OB und bilden das so genannte Gestaltungsbündnis im
Rathaus. Die 61-Jährige bezeichnete die Affäre als „Rückfall in
vergangene Zeiten“. Sie habe gehofft, die wären überwunden. Reker
kündigte an, dass sie noch dieses Jahr eine Abstimmung über den neuen
geplanten Stadtteil Kreuzfeld im Kölner Norden im Rat erreichen will.
Dies sei notwendig, um beim Wohnungsbau schneller voran zu kommen.
Ebenso setze sie darauf, dass noch 2018 eine Grundsatzentscheidung
über den neuen Klinikverbund fällt. Reker hatte angeregt, eine
fusionsartige Zusammenarbeit zwischen Uniklinik und den Kliniken der
Stadt zu schaffen. Die OB sprach sich gegenüber der Kölnischen
Rundschau klar für die geplante Ost-West-U-Bahn durch die Kölner
Innenstadt aus. „Köln kann das“, sagte sie. Es gehe darum, künftige
Mobilität zu gestalten. „Ich bin der Meinung, dass wir die Bahn
soweit bauen sollten, wie es bezahlbar ist.“

Pressekontakt:
Kölnische Rundschau
Raimund Neuß
Telefon: 0228-6688-546
print@kr-redaktion.de

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