Lange/Wichtel: Keine voreiligen Entscheidungen nach Flugzeugabsturz

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Task Force hat Arbeit aufgenommen

Der Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur hatte am
heutigen Mittwoch Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt und den
Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Lufthansa AG, Carsten Spohr, zu
Gast, die über den Stand der Aufarbeitung nach dem Absturz der
Germanwings-Maschine berichteten. Hierzu erklären der Sprecher für
Verkehr und digitale Infrastruktur der CDU/CSU-Bundestagsfraktion,
Ulrich Lange, sowie der zuständige Berichterstatter Heinz Peter
Wichtel:

„Für uns ist es wichtig, regelmäßig über den Stand der
Aufarbeitung und neue Erkenntnisse nach dem Flugzeugabsturz
informiert zu werden. Nur so kann sich der Verkehrsausschuss ein
umfassendes Bild darüber machen, welche gesetzlichen Maßnahmen
sinnvoll sein könnten, um für noch mehr Sicherheit im Luftverkehr zu
sorgen. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion wird sich die erforderliche
Zeit nehmen, um gründlich über Veränderungen der
Sicherheitsarchitektur zu befinden. Das unterstreicht das schon
bisher besonnene Vorgehen bei der Aufarbeitung des Absturzes.

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion dankt insbesondere den
französischen Behörden aber auch allen Helfern vor Ort für die Hilfe
und Unterstützung, die sie den Angehörigen der Opfer, den deutschen
Behörden und Unternehmen in vorbildlicher Weise haben zukommen
lassen.

Mit der Einrichtung der Task Force unter Leitung des
Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft wurde ein
wichtiger Schritt getan, um die wesentlichen Fragen zu vertiefen, die
sich im Zusammenhang mit dem Funktionieren von Cockpittüren und den
flugmedizinischen Anforderungen und Verfahren stellen.

Die Besetzung des Cockpits mit zwei Personen war als vorläufige
Maßnahme eine sinnvolle Entscheidung der Luftfahrtunternehmen. Eine
abschließende Reglung dazu muss ebenfalls sorgfältig diskutiert
werden.

Es ist wichtig, jetzt keine voreiligen Schlüsse zu ziehen. Die
Sicherheitsstandards im Luftverkehr sind bereits sehr hoch. Nun muss
geprüft werden, ob es weitere Verbesserungsmöglichkeiten bei
Verfahren oder Abläufen gibt. Da die Standards im Luftverkehr
international gelten, müssen Empfehlungen auf europäischer und
internationaler Ebene eingebracht und diskutiert werden.

Die Task Force nimmt sich die erforderliche Zeit zur Ausarbeitung
von Handlungsempfehlungen. Das ist wichtig, wenn wir sinnvolle und
sachgerechte Entscheidungen über die Sicherheit im Luftverkehr
treffen wollen. Mit einem abschließenden Bericht der
Flugunfall-Untersuchungsbehörden mit Aussagen zu den Ursachen und
Handlungsempfehlungen wird erst im nächsten Jahr gerechnet.“

Hintergrund:

Am 02.04. traf sich Bundesminister Alexander Dobrindt mit
Spitzenvertretern der deutschen Luftverkehrswirtschaft. In der
anschließenden Pressekonferenz wurde die Gründung einer Task Force
verkündet.

Diese besteht unter anderem aus Experten der
Luftverkehrswirtschaft, der Luftfahrtunternehmen, der Berufsverbände,
Medizinern und Psychologen. Sie arbeitet eng mit dem BMVI und dem LBA
zusammen.

Auftrag der Task Force ist es, festzustellen, ob die bestehenden
Regelwerke ausreichend sind oder erweitert werden müssen.

Pressekontakt:
CDU/CSU – Bundestagsfraktion
Pressestelle
Telefon: (030) 227-52360
Fax: (030) 227-56660
Internet: http://www.cducsu.de
Email: pressestelle@cducsu.de

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