Letzte Frist für Tegel – Kommentar von Jens Anker

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Nun bleibt der Flughafen Tegel also doch offen. Vorerst, wie die Flughafengesellschaft betont. Obwohl der Aufsichtsrat dem Wunsch des Geschäftsführers Engelbert Lütke Daldrup gefolgt ist, rangen sich die drei Gesellschafter Berlin, Brandenburg und der Bund am Montag nicht zu einer temporären Schließung durch. J

Hinter der Entscheidung steckt vor allem Psychologie. Volkswirtschaftlich wäre eine Schließung sinnvoll. Ein Flughafen allein könnte den Betrieb problemlos bewältigen. Aber angesichts der aktuellen Krisenlage wäre es ein schlechtes Zeichen, einen der leistungsfähigsten Flughäfen Deutschlands gerade jetzt vom Netz zu nehmen. Es würde als ein Einknicken vor der Krise wahrgenommen werden.

Immer schwingt dabei die Gewissheit mit, dass eine Schließung Tegels – auch wenn alle Seiten das Gegenteil betonen – das endgültige Aus des Flughafens bedeuten würde. Noch ist den Gesellschaftern das Risiko dafür zu groß. Zu oft wurden die Hoffnungen auf eine baldige Öffnung des BER enttäuscht.

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