Mitteldeutsche Zeitung: Bundeswehr Ex-Generalinspekteur Kujat hält Anschaffung bewaffneter Drohnen für dringlich

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Der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr,
Harald Kujat, hat die Verteidigungsexperten der Koalitionsfraktionen
kritisiert, weil sie anders als Verteidigungsminister Thomas de
Maizière (CDU) behauptet hatten, die Anschaffung von bewaffneten
Drohnen sei nicht eilig. „Das ist nicht eilig, weil bald Wahlen
sind“, spottete er in der in Halle erscheinenden „Mitteldeutschen
Zeitung“ (Online-Ausgabe). „De Maizière hat völlig Recht. Aber das
ist eben kein Thema bei uns. Denn Politiker wollen so kontroverse
Diskussionen aus Wahlkämpfen heraushalten.“ Kujat fügte hinzu, die
Anschaffung sei sehr wohl eilig, denn: „Es kann sehr schnell zu
Einsätzen kommen – siehe Mali. Und eine alte Weisheit lautet: Man
zieht immer in den Krieg mit dem, was man hat, und nicht mit dem, was
in der Planung ist. So einfach ist das. Und so ist es bei den Drohnen
auch.“ Bei einer besseren Ausrüstung wäre den Deutschen in
Afghanistan jedenfalls vieles erspart geblieben.
Verteidigungsexperten von Union und FDP hatten zuvor erklärt, eine
Entscheidung werde in dieser Legislaturperiode nicht mehr fallen, und
das sei auch gar nicht nötig. Der Minister hatte hingegen auf eine
Entscheidung noch vor der Bundestagswahl am 22. September gedrungen.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200

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