Mitteldeutsche Zeitung: Drogen Gesundheitspolitiker plädieren für einheitliche Freigrenze beim Besitz von Haschisch und Marihuana

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Die gesundheitspolitischen Sprecher von Union und
SPD im Bundestag, Jens Spahn und Karl Lauterbach, haben sich für
einheitliche Freigrenzen für den Besitz von Haschisch und Marihuana
ausgesprochen. „Grundsätzlich ist eine einheitliche Regelung für ganz
Deutschland wünschenswert“, sagte Spahn der in Halle erscheinenden
„Mitteldeutschen Zeitung“ (Online-Ausgabe). „Denn dann weiß jeder,
woran er ist.“ Lauterbach erklärte dem Blatt: „Wir halten
einheitliche Freigrenzen für absolut sinnvoll. Es kann nicht sein,
dass von Bundesland zu Bundesland unterschiedliche Regeln herrschen.“
Dies führe unter anderem zur Verlagerung von Kriminalität. Die
SPD-regierten Länder Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen hatten in
der vorigen Woche eine einschlägige Initiative angekündigt. Die
Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans (FDP),
hatte sich dem angeschlossen. Bisher ist der Besitz von Cannabis
verboten. Das Rauschgift wird aber in kleinen Mengen für den
Eigenbedarf toleriert. Das heißt: Der Besitzer geht straffrei aus.
Diese „Toleranzgrenze“ ist allerdings von Bundesland zu Bundesland
unterschiedlich. In Bayern liegt sie bei sechs Gramm, in NRW bei zehn
Gramm und in Berlin sogar bei 16 Gramm. Die Polizei muss in jedem
Fall ermitteln.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200

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