Mitteldeutsche Zeitung: Kita-Gebühren in Sachsen-Anhalt/Eltern schulden Städten Millionen

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Kita-Gebühren

Eltern schulden Kommunen Millionen

Die Kindertagesstätten im Land Sachsen-Anhalt sitzen auf offenen
Gebühren-Rechnungen in Millionen-Höhe. Das berichtet die in Halle
erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Montag-Ausgabe) unter Hinweis
auf eine Umfrage bei den zuständigen Verwaltungen in Magdeburg, Halle
und Dessau-Roßlau sowie den elf Kreisstädten. Eltern bleiben die
Gebühren schuldig, weil sie nicht zahlen können oder wollen. Allein
bei der Landeshauptstadt Magdeburg sind Außenstände in Höhe von 900
000 Euro angefallen. Teilweise dürfen nun Kinder säumiger
Gebührenzahler die Einrichtungen nicht mehr besuchen. Die Umfrage
ergab, dass allein in Magdeburg Einrichtungen in städtischer und
freier Trägerschaft durchschnittlich rund 1 000 Mahnungen pro Monat
an säumige Eltern ausstellen. Insgesamt werden in der
Landeshauptstadt 17 253 Kinder betreut. Beim Eigenbetrieb
Kindertagesstätten der Stadt Halle haben sich in den vergangenen zehn
Jahren Rückstände in Höhe von rund 163 000 Euro angesammelt.
Deutlicher zeigt sich das Problem bei der Zahl der Mahnungen: Jeden
Monat verzeichnen die 52 städtischen Kitas im Schnitt 500 säumige
Eltern. Bei 5 585 betreuten Kindern heißt das rein rechnerisch: Jedes
elfte Elternpaar in Halle zahlt nicht.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200
hartmut.augustin@mz-web.de

Original-Content von: Mitteldeutsche Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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