Mitteldeutsche Zeitung: Waffenrecht „Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden“ begrüßt die Einrichtung eines Nationalen Waffenregisters

Das Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden hat die von
der Bundesregierung beschlossene Einrichtung eines Nationalen
Waffenregisters gelobt, hält sie aber nicht für ausreichend. „Ich
finde das gut“, sagte Vorstandsmitglied Gisela Mayer der in Halle
erscheinenden „Mitteldeutschen Zeitung“ (Online-Ausgabe). „Aber es
ist im Grunde eine Selbstverständlichkeit.“ Wenn ein Waffenbesitzer
von München nach Hamburg umziehe, dann werde sein Waffenbesitz in
München im Augenblick noch nicht registriert. Dies sei
„unvorstellbar“. Sie fügte allerdings hinzu: „Das Register wird
allein nicht ausreichen. Es wird unverzichtbar bleiben, dass wir
flächendeckend kontrollieren, ob diese Waffen auch sicher aufbewahrt
werden. Waffen sind nun einmal ein furchtbares gefährliches
Werkzeug.“ Mayers „Idealvorstellung“ besteht nach eigenen Worten
darin, „dass sich Waffen nicht in Wohnungen befinden, da Wohnungen
keine Hochsicherheitstrakte sind“. In jedem Fall aber müssten Waffen
und Munition getrennt aufbewahrt werden. „Möglichen Tätern sollten
wir es so schwer wie möglich machen.“

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200