NDR Umfrage in Schleswig-Holstein: Jeder Zweite mit der Arbeit der Landesregierung unzufrieden

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Durchwachsene Bilanz für die Regierungskoalition
aus SPD, Grünen und SSW: Laut einer repräsentativen Umfrage von
infratest dimap im Auftrag von NDR 1 Welle Nord und des NDR
„Schleswig-Holstein Magazins“ sind 50 Prozent der befragten
Schleswig-Holsteiner mit der Arbeit der Landesregierung weniger oder
gar nicht zufrieden. 46 Prozent äußern sich zufrieden oder sehr
zufrieden. Schlechte Werte bekommt der Ministerpräsident: Noch 37
Prozent sind mit der Arbeit von Torsten Albig zufrieden oder sehr
zufrieden. Damit hat Albig seit Amtsantritt deutlich an Zustimmung
verloren. Die Opposition kann von der Schwäche der Regierung nicht
profitieren.

Die Sonntagsfrage

Wenn am nächsten Sonntag in Schleswig-Holstein ein neuer Landtag
gewählt würde, bekäme die CDU 34 Prozent der Stimmen – ein stabiler
Wert im Vergleich zur letzten Umfrage im Mai 2013. Die SPD käme auf
29 Prozent (- 2 Prozentpunkte). Die Grünen erreichten erneut 15
Prozent. Viertstärkste Kraft wäre die Alternative für Deutschland
(AfD). Mit 7 Prozent der Stimmen würde sie auf Anhieb in den Landtag
einziehen. Die Linke schaffte mit 5 Prozent (+ 2 Prozentpunkte)
ebenfalls den Sprung ins Parlament. Den von der Fünfprozenthürde
befreiten Südschleswigschen Wählerverband (SSW) würden 3 Prozent (- 1
Prozentpunkt) der Befragten wählen. Die FDP halbiert ihr Ergebnis,
läge ebenfalls bei 3 Prozent und würde damit den Einzug in den
Landtag verpassen. Genauso wie die Piraten, die in der Sonntagsfrage
auf 2 Prozent kommen (- 1 Prozentpunkt).

Albig verliert an Zustimmung

Wie zufrieden sind die Schleswig-Holsteiner mit der Arbeit des
Ministerpräsidenten? Im Mai 2013 waren noch 62 Prozent der Befragten
zufrieden oder sehr zufrieden mit Torsten Albig – laut der aktuellen
Umfrage sind es noch 37 Prozent. 38 Prozent sind weniger oder gar
nicht zufrieden mit seiner politischen Arbeit. Infratest dimap fragte
im Auftrag des NDR auch nach verschiedenen Eigenschaften und
Kompetenzen des Ministerpräsidenten. 40 Prozent der Befragten halten
Torsten Albig für führungsstark, 37 Prozent sind gegenteiliger
Ansicht. Eine deutliche Mehrheit bescheinigt Albig, dass er „weiß,
was er will“ (59 Prozent), „sympathisch ist“ (55 Prozent) und „sich
für die soziale Gerechtigkeit einsetzt“ (54 Prozent).

Auch die Opposition schwächelt

Mit der Arbeit der Grünen sind 48 Prozent der Befragten zufrieden
oder sehr zufrieden, 45 Prozent sind weniger oder gar nicht
zufrieden. Die Leistungen der SPD beurteilten 45 Prozent positiv, 49
Prozent äußerten sich negativ. Mit dem SSW sind 33 Prozent der
Befragten zufrieden oder sehr zufrieden, 32 Prozent sind weniger oder
gar nicht zufrieden. Schlechtere Werte für die Opposition: Mit den
Leistungen der CDU sind 33 Prozent zufrieden oder sehr zufrieden, 58
Prozent sind weniger oder gar nicht zufrieden. Die FDP bekommt für
ihre Oppositionsarbeit Zuspruch von 22 Prozent der Befragten, 64
Prozent sind von den Liberalen nicht überzeugt. Die Leistungen der
Piratenpartei beurteilen 10 Prozent der Befragten zufriedenstellend,
70 Prozent sind weniger oder gar nicht zufrieden.

Schleswig-Holsteiner für mehr Tierschutz

Zu aktuellen Themen befragt, sprachen sich 82 Prozent für eine
Verbesserung des Tierschutzes aus, auch wenn Lebensmittel dadurch
teurer würden. 15 Prozent lehnten dies ab. Auf die Frage, ob das Land
Schleswig-Holstein mehr, weniger oder so viele Flüchtlinge wie bisher
aufnehmen soll, gab es keine eindeutige Antwort: 34 Prozent sprachen
sich für mehr Flüchtlinge aus, 24 Prozent für weniger, 37 Prozent
halten die momentane Anzahl für angemessen. Die Entscheidung des
Landtages, keinen Gottesbezug in die Landesverfassung aufzunehmen,
befürworten 55 Prozent der Befragten. 31 Prozent gaben in der
repräsentativen Umfrage an, diese Entscheidung nicht gut zu finden.

Für die Umfrage befragte das Meinungsforschungsinstitut infratest
dimap vom 27. bis 29. Oktober 2014 per Telefon 1002 zufällig
ausgewählte Wahlberechtigte in Schleswig-Holstein. Die Fehlertoleranz
beträgt zwischen 1,4 Prozentpunkten (bei einem Anteilswert von 5 %)
und 3,1 Prozentpunkten (bei 50% Anteilswert).

Hinweis an die Redaktionen: Alle Ergebnisse der Umfrage sind bei
Nennung der Quelle „infratest dimap im Auftrag von NDR 1 Welle Nord
und des NDR Schleswig-Holstein Magazins“ zur Veröffentlichung
freigegeben und im Internet unter www.NDR.de/sh abrufbar.

Pressekontakt:
Norddeutscher Rundfunk
Presse und Information
Iris Bents
Tel.: 040/4156-2304

http://www.ndr.de
https://twitter.com/ndr

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