Neue OZ: Kommentar zu EU-Kommission/Bankkonten

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Übertrieben harter Angriff

Oje, was hat Brüssel da schon wieder ausgeheckt? Die
Konto-Reformpläne sind nicht weniger als ein weiterer Großangriff auf
die Bankenwelt. Die Pläne der Kommission würden zu erheblich mehr
Bürokratie führen. Kein Wunder, dass die ersten Bankenverbände
bereits protestieren.

Wegen der Finanzkrise sind die Kreditinstitute schon stark
reguliert worden. Das war teilweise auch notwendig, um schlimme
Auswüchse zu heilen. Den Banken aber Tricksereien bei einfachen
Produkten wie dem Girokonto vorzuwerfen ist übertrieben. Über
Gebühren oder Zinssätze kann sich jeder bequem informieren, die
Banken stellen hier umfassende Transparenz her. Ein Girokonto ist
kein komplexes Finanzprodukt wie manch ein Zertifikat. Auch beim
Verbraucherschutz kann der Gesetzgeber übertreiben.

Überzeugender ist schon das Anliegen der Kommission, jedem
EU-Bürger Zugang zu einem Bankkonto zu ermöglichen. Das sollte
selbstverständlich sein, zumal etwa die meisten Vermieter
Barzahlungen gar nicht mehr akzeptieren. Allerdings macht es sich
Brüssel zu einfach, wenn es die Verantwortung für das Problem allein
auf die Banken abschiebt. Wie andere Unternehmen sind auch sie
gezwungen, die Bonität ihrer Kunden zu betrachten. Um den Zugang zu
Konten zu verbessern, wäre es sinnvoller, eine Lösung des Problems
breiter anzulegen: So könnten soziale Einrichtungen einbezogen
werden, die für Arbeitslose oder Obdachlose Konten eröffnen.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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