„Arbeiten für Gottes Lohn – Wie die Kirche ihre
Sonderrechte ausnutzt“, hat die Filmemacherin Gita Datta ihre
Reportage genannt, die am Montag, 28. Januar, in der ARD in der Reihe
„Die Story im Ersten“ ausgestrahlt wird (22.45 Uhr). Unter den
kirchlichen Arbeitgebern, die mit Niedriglöhnen und Tarifflucht
negativ auffallen, sticht die evangelische Diakonie besonders hervor.
Im Interview mit „neues deutschland“ (Freitagausgabe) berichtet die
TV-Autorin vorab über ein regelrechtes Schweigekartell innerhalb der
Diakonie. Die Spitzen der evangelischen Kirche und der Diakonie seien
zu Gesprächen nicht bereit gewesen, Einrichtungen hätten
Drehgenehmigungen verweigert, Mitarbeiter aus Angst vor
Arbeitsplatzverlust und falsch verstandenem christlichen Arbeitsethos
geschwiegen. Der nach der katholischen Caritas zweitgrößte private
Arbeitgeber in Deutschland unterlaufe die Tarifbindung vielfach durch
Haustarifverträge, die kaum oder nicht öffentlich kontrolliert
werden, kritisiert die TV-Autorin im nd-Interview weiter. Je länger
ein Beschäftigter bei der Diakonie arbeite, desto schlechter sei er
im Vergleich zu den Angestellten des öffentlichen Dienstes gestellt.
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