NOZ: Demos in Chemnitz: FDP-Innenpolitiker warnt vor Polarisierung

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Demos in Chemnitz: FDP-Innenpolitiker warnt vor
Polarisierung

Kuhle: Diskussion muss von Mitte der Gesellschaft aus geführt
werden

Osnabrück. Im Vorfeld neuer Demonstrationen in Chemnitz hat der
innenpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Konstantin Kuhle
Politiker aller Parteien zu einer Versachlichung der
Flüchtlingsdebatte aufgerufen. In einem Gespräch mit der „Neuen
Osnabrücker Zeitung“ (Montag) sagte Kuhle: „Es gibt eine immer
stärker werdende Polarisierung der öffentlichen Debatte über
Flüchtlingspolitik und Migration. Die Überreaktionen im öffentlichen
Raum – durch beide Seiten – polarisieren auch die Politik. Das darf
nicht sein.“

Kuhle warnte davor, dass sich ein rigoroses Schwarz-Weiß-Denken
durchsetze. Der FDP-Innenexperte sagte vor einem eigenen Besuch in
Chemnitz an diesem Montag: „Man kann an die Rechte von Flüchtlingen
glauben und ist deshalb noch längst kein Verteidiger der
Flüchtlingspolitik von Kanzlerin Merkel. Man kann Abschiebungen
befürworten und ist dennoch kein Verteidiger des
rechtsextremistischen Mobs.“

Kuhle appellierte an die demokratischen Kräfte, sich deutlicher zu
positionieren. „Es muss möglich sein, über die Flüchtlingspolitik zu
streiten und zu diskutieren, ohne für eine gesellschaftliche
Großfront vereinnahmt zu werden.“ Die Diskussion müsse von der Mitte
der Gesellschaft aus geführt werden: „Wir werden das Problem nicht
lösen, indem wir die Diskussion vereinfachen.“

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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