NOZ: Erinnerung an Mauerbau: Linken-Geschäftsführer mahnt Partei zu Selbstkritik

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Erinnerung an Mauerbau: Linken-Geschäftsführer
mahnt Partei zu Selbstkritik

Korte: Nie wieder Sozialismus ohne demokratischen Rechtsstaat

Osnabrück. Auch mehr als 28 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer
müssen die Linken sich nach Ansicht ihres Parlamentarischen
Geschäftsführers Jan Korte weiter intensiv mit der eigenen
Vergangenheit befassen. Der Bundestagsabgeordnete sagte der „Neuen
Osnabrücker Zeitung“ (Dienstag): „Wir sind und bleiben die
Rechtsnachfolgerin der für den Mauerbau verantwortlichen SED, auch
wenn wir aktuell im Westen jetzt schon mehr Mitglieder haben als im
Osten. Deshalb muss die Linke sich weiter auseinandersetzen mit der
Geschichte der DDR.“ Dies sei eine Frage der eigenen Glaubwürdigkeit.
„Dieser Debatte müssen wir uns stellen, selbstbewusst, aber auch
selbstkritisch.“ Die Lehre laute: „Der Zweck heiligt niemals die
Mittel, nie wieder Sozialismus ohne demokratischen Rechtsstaat.“

Am Montag war die Mauer genauso lange Geschichte wie sie bestand:
28 Jahre, 2 Monate und 26 Tage. Korte betonte: „So ein Jahrestag
erinnert einen daran, dass ein System, das sich einmauern muss,
scheitern wird. Man kann Mauern noch so hoch bauen, sie werden keinen
Bestand haben.“

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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