NOZ: Gespräch mit Joachim Lohse, Bremer Verkehrssenator

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Bremen fordert von Bundesregierung
Förderprogramm für E-Busse

Verkehrssenator Lohse: Elektrischer ÖPNV bietet hohes
Entlastungspotenzial für die Umwelt – Stadtbusse täglich rund
zwölfmal länger in Betrieb als die meisten Pkw

Osnabrück.- Mit Blick auf die an diesem Donnerstag in Rostock
beginnende Verkehrsministerkonferenz der Länder fordert der Bremer
Senator für Verkehr, Joachim Lohse (Bündnis 90/Die Grünen), von der
Bundesregierung stärkere finanzielle Unterstützung, um die
Elektromobilität im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV)
voranzutreiben. In einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“
(Donnerstag) sagte Lohse: „Der Bund sollte Förderprogramme für eine
weitere Elektrifizierung des ÖPNV ausbauen und so den ÖPNV aus
verkehrs- und umweltpolitischer Perspektive stärken.“ Im Vergleich
zum Elektro-Pkw seien die ökologischen Entlastungspotenziale beim
ÖPNV deutlich größer. Insbesondere die Elektrifizierung von
Stadtbussen sei sinnvoll, sagte Lohse. Während die meisten Pkw
weniger als eine Stunde täglich in Betrieb seien, hätten Stadtbusse
Einsatzzeiten von zwölf und mehr Stunden am Tag. Zudem verbrauche ein
Diesel-Gelenkbus rund 40.000 Liter Diesel im Jahr. Das jüngst vom
Bund beschlossene Elektromobilitätsgesetz greife zu kurz, kritisierte
Lohse. Der verstärkte Ausbau der Elektrifizierung des ÖPNV müsse die
„wichtigste Strategie zur Förderung der Elektromobilität in
Deutschland insgesamt“ werden, forderte der Grünen-Politiker.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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