NOZ: Gespräch mit Franz Josef Bode, Osnabrücker Bischof

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Osnabrücker Bischof Bode hätte sich von
Familiensynode mehr Mut zu Reformen gewünscht

Vorsitzender der Pastoralkommission zieht generell eine positive
Bilanz zum Treffen in Rom

Osnabrück. Der Osnabrücker Bischof Franz Josef Bode hat eine
positive Bilanz der zweiwöchigen Familiensynode in Rom gezogen, doch
hätte er sich von den Kardinälen und Bischöfen noch mehr Mut zu
Reformen gewünscht. In einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker
Zeitung“ (Dienstag) erklärte Bode: „Man wird das, was eine Mehrheit
der Bischöfe entschieden hat, nicht einfach ignorieren können.“ Der
Papst habe eine offene Diskussion angestoßen, sagte der Osnabrücker
Bischof, der innerhalb der Deutschen Bischofskonferenz seit 2010 die
Pastoralkommission leitet. Bode bedauerte, dass es im
Abschlussdokument zur Synode weniger eindeutige Aussagen gegeben habe
als im Zwischenbericht eine Woche zuvor. Darin hatte sich der
ungarische Kardinal Peter Erdö für „mutige Entscheidungen“
ausgesprochen. Beobachter hatten darin einen neuen Ton wahrgenommen.
Im Dokument zum Ende der Synode fanden dagegen drei strittige
Passagen zum Umgang der Kirche mit Homosexuellen und
wiederverheiratet Geschiedenen zwar eine Mehrheit, aber nicht die
eigentlich angestrebte Zwei-Drittel-Mehrheit, um die Haltung der
gesamten Synode widerzuspiegeln. „Aber es sind Mehrheiten“, betonte
der Osnabrücker Bischof. Ausdrücklich würdigte Bode die positive
Atmosphäre, in der die Kardinäle und Bischöfe in Rom debattiert
hätten. Die Fragen könnten jetzt in der Deutschen Bischofskonferenz
gut weiter besprochen werden.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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