NOZ: Nachricht zu Maßregelvollzug in Niedersachsen

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Vier Straftäter aus Maßregelvollzug in
Niedersachsen auf der Flucht

CDU: Landesregierung nimmt Thema nicht ernst

Osnabrück. In Niedersachsen sind derzeit vier Straftäter aus dem
Maßregelvollzug verschwunden. Das berichtet die „Neue Osnabrücker
Zeitung“ (Mittwoch) unter Berufung auf eine Antwort des zuständigen
Landesgesundheitsministeriums auf eine Anfrage der
CDU-Landtagsfraktion. Drei Patienten seien zum Teil seit mehreren
Jahren untergetaucht, ein vierter im Januar aus einer
Nachsorgeeinrichtung entwichen. Kurzzeitig habe sich in diesem Jahr
ein fünfter Straftäter abgesetzt, sei später aber freiwillig
zurückgekehrt, teilte eine Ministeriumssprecherin der Zeitung mit.
Die Entweichungen waren bislang weder vom Ministerium noch von der
Polizei öffentlich gemacht worden.

Im Herbst vergangenen Jahres hatten teils spektakuläre Fluchten
aus dem Maßregelvollzug in Niedersachsen für Schlagzeilen gesorgt.
Als Konsequenz war unter anderem eine Zentralstelle angekündigt
worden, in der Informationen zu Entweichungen gebündelt werden
sollten. Auf Nachfrage der NOZ erklärte das Landeskriminalamt, die
Stelle befinde sich derzeit im Aufbau und werde Anfang Mai ihre
Arbeit aufnehmen.

Reinhold Hilbers, stellvertretender Vorsitzender der
CDU-Landtagsfraktion, kritisierte: Dass die Zentralstelle erst knapp
ein dreiviertel Jahr nach ihrer Ankündigung arbeitsfähig sei, „zeigt,
wie wenig Bedeutung die Landesregierung diesem sicherheitsrelevanten
Thema tatsächlich bemisst.“ Hilbers bezeichnete die Ergebnisse nach
den Vorfällen im Herbst „mehr als enttäuschend“.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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