Organisierter Protest der AfD gegen Merkel

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Die AfD unterstützt regelmäßig Protestkundgebungen
bei Wahlkampfauftritten von Bundeskanzlerin Angela Merkel und anderen
Spitzenpolitikern. Das ergaben Recherchen der Hamburger Wochenzeitung
DIE ZEIT.

„Bei der AfD gehört es zum Pflichtprogramm, zu Veranstaltungen mit
Regierungspolitikern zu fahren“, erklärt René Springer, der
persönliche Referent von AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland, der
ZEIT. Daraus müsse man kein Geheimnis mehr machen. Zu jedem
öffentlichen Wahlkampfauftritt von Angela Merkel, vor allem im Osten
des Landes, reise eine Gruppe wütender Protestler. Nach Darstellung
von Springer, der Gaulands Wahlkampf koordiniert, laufe das meist
nach einem Muster ab: Einer aus dem AfD-Kreisverband, in dessen
Gebiet Merkel auftreten wird, melde offiziell eine Gegen-Demo an. Der
Landesverband verschicke dann eine Mail an alle Mitglieder mit der
herzlichen Einladung, sich am Protest zu beteiligen.

Hauptziel sei es, so Springer, Merkel klar zu machen, wie viel
Ablehnung ihr entgegenschlage. Aber es gebe noch ein zweites Motiv,
erklärt Springer: „Die Parteifreunde sagen: Wenn wir schon in den
Medien nicht vorkommen, dann stellen wir uns hin und protestieren
lautstark – so wird man schon über uns berichten.“

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Unternehmenskommunikation und Veranstaltungen (Tel.: 040/3280-237,
Fax: 040/3280-558, E-Mail: presse@zeit.de). Diese Presse-Vorabmeldung
finden Sie auch unter www.zeit.de/vorabmeldungen.

Original-Content von: DIE ZEIT, übermittelt durch news aktuell

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