phoenix persönlich: Kristina Schröder zu Gast bei Alfred Schier – Samstag, 7. Dezember 2019, 00.00 Uhr& Sonntag, 8. Dezember 2019, 11.30 Uhr

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Die ehemalige Bundes-Familienministerin und heutige
Welt-Kolumnistin Kristina Schröder hält die Meinungsfreiheit in Deutschland für
bedroht. “Wenn Sie heute konservative Positionen äußern, dann werden Sie
mitunter ziemlich hart angegangen”, sagt Kristina Schröder in phoenix
persönlich. Zwar sei die Meinungsfreiheit rechtlich nach wie vor unangegriffen,
aber im öffentlichen Diskurs, in den Medien sieht sie eine “linke Dominanz”.
“Wir haben eine linke Diskussionshoheit, die von einigen dafür genutzt wird,
dass abweichende Positionen von vorneherein niedergemacht werden”, sagt Kristina
Schröder. Sie selber habe das in ihrer Zeit als Familienministerin zu spüren
bekommen. “Ich habe als Frauenministerin Positionen geäußert, zum
Lohnunterschied etwa, die haben in der Frauencommunity zu einem Aufschrei
geführt, da gab es direkt viel Empörung mir gegenüber.”

Kristina Schröder war von Herbst 2002 bis zur Bundestagswahl 2017
CDU-Abgeordnete im Deutschen Bundestag. Von 2009 bis 2017 war sie als
Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Mitglied im Kabinett
von Angela Merkel und mit ihren damals 32 Jahren das zweitjüngste
Kabinettsmitglied überhaupt. Sie war die einzige Ministerin, die während ihrer
Amtszeit ein Kind bekam. Inzwischen ist Kristina Schröder Mutter von drei
Kindern und schreibt als Kolumnistin für die Tageszeitung “Die Welt”, aus der
aktiven Politik hat sie sich zurückgezogen. Mit Alfred Schier spricht sie in
phoenix persönlich über die Meinungsfreiheit in Deutschland, ihr Familienbild
und über den aktuellen Zustand der Großen Koalition und der beteiligten
Parteien.

Der SPD-Mitgliederentscheid für das neue Führungsduo Esken/Walter-Borjans habe
sie “erstaunt”. “Ich glaube nicht, dass sich die SPD damit einen Gefallen tut.
Das wird einen klaren Linksruck für die Partei bedeuten, es wird aber auch einen
Schritt in Richtung Unprofessionalität bedeuten.” Schröder sieht Konsequenzen
für die Große Koalition: “Ich habe das Gefühl, dass die Groko nur noch von
kurzer Dauer sein wird.” Ihre eigene Partei müsse sich wieder stärker auf die
konservativen Positionen besinnen. “Ich wünsche mir, dass die SPD wieder stärker
wäre, dass dann mit einer klareren Abgrenzung zur SPD die CDU wieder stärker
würde, dann würden die Ränder verlieren.”

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