Pro Generika zum BARMER-GEK Arzneimittelreport – 15. Juni 2011:
Kosten sparen durch Marktöffnung für Biosimilars

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In ihrem heute vorgelegten Arzneimittelreport
fordert die BARMER-GEK die konsequente Marktöffnung für Biosimilars.
Denn pro Verordnung dieser patentfreien Biotech-Arzneimittel lassen
sich laut Report aktuell zwischen 20 und 25 Prozent des jeweiligen
Erstanbieterpreises einsparen.

Hierzu erklärt Bork Bretthauer, Geschäftsführer von Pro Generika:

„Die Analyse der BARMER-GEK geht in die richtige Richtung. Und sie
entspricht den Forderungen des Onkologie-Gutachtens, das kürzlich im
Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums erstellt und veröffentlicht
wurde. Beide Gutachten machen deutlich: Wer auch im Bereich der
biotechnologischen Arzneimittel für nachhaltigen Wettbewerb sorgen
und dadurch Kosten in der modernen Arzneimitteltherapie einsparen
will, muss die derzeitigen Markteintrittsbarrieren für Biosimilars
jetzt aus dem Weg räumen. Dazu gehört die Verhinderung einer
missbräuchlichen Preispolitik der Originalhersteller ebenso wie das
Verbot, Biosimilars unmittelbar nach Markteintritt einem Festbetrag
zu unterwerfen.

Letztlich haben es aber vor allem die Krankenkassen selbst in der
Hand: Denn wenn sie weiterhin Rabattverträge mit Originalherstellern
über die Zeit des Patentablaufs hinaus abschließen, verringern sie
die Motivation der Biosimilar-Anbieter, das hohe unternehmerische
Risiko der Entwicklung dieser High-Tech-Arzneimittel auf sich zu
nehmen. Biosimilars können dann nämlich nicht in Wettbewerb mit den
Erstanbietern treten. Solche Rabattverträge führen somit zu weniger
Wettbewerb und damit zu weniger Preisersparnis für die Kassen.

Wir begrüßen daher, dass die BARMER-GEK als größte Krankenkasse
Deutschlands diese Probleme erkannt hat. Jetzt müssen die anderen
Krankenkassen nachziehen! Denn in den kommenden Jahren werden viele
umsatzstarke und hochpreisige biotechnologische Arzneimittel, z.B. in
der Onkologie oder bei Rheuma, ihren Patentschutz verlieren. Hier
wird es nur zu Einsparungen zugunsten der Krankenkassen kommen, wenn
es genügend Biosimilar-Anbieter gibt und ein fairer, offener
Marktzugang gewährleistet ist.“

http://www.progenerika.de/de/presse/2011-06-15.html

Pressekontakt:
Bork Bretthauer, Geschäftsführer, Tel: (030)81616090,
E-Mail: info@progenerika.de

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