Proteste gegen den antisemitischen Quds-Marsch in Berlin / STOP THE BOMB kritisiert Unterstützung der islamistischen Organisatoren durch die deutsche Politik

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Am 23. Juni findet der alljährliche „Quds-Marsch“
in Berlin statt, und auch in diesem Jahr werden von zwei Bündnissen
Gegenaktivitäten organisiert.

Der so genannte „Quds-Tag“ (Quds = arabisch für Jerusalem) wurde
1979 vom iranischen Revolutionsführer Khomeini als politischer
Kampftag für die Eroberung Jerusalems und Vernichtung Israels
etabliert. Jedes Jahr findet er am Ende des Ramadan statt. Auch in
Berlin wird dabei zur Zerstörung Israels aufgerufen.

Es ist begrüßenswert, dass die Gegenaktivitäten von allen im
Berliner Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien unterstützt werden.
Das Bündnis STOP THE BOMB kritisiert jedoch die Unterstützung von
radikalen Islamverbänden, die am Quds-Marsch beteiligt sind.

Das „Islamische Zentrum Hamburg“ (IZH), das vom Hamburger
Verfassungsschutz Anfang Juni als „Brückenkopf des iranischen Regimes
nach Deutschland und Europa“ bezeichnet wurde und seit Jahren
organisatorisches Zentrum des Quds-Marsches ist, ist mit der Stadt
Hamburg über einen Staatsvertrag verbunden.

Ayatollah Hamidreza Torabi, der Leiter der zum IZH gehörigen
„Islamischen Akademie“ wurde zu einer „Friedenskonferenz“ ins
Auswärtige Amt eingeladen. 2016 lief er beim Quds-Marsch in der
ersten Reihe und hielt ein Schild, das Israel als „widerrechtlich und
verbrecherisch“ bezeichnete.

STOP THE BOMB Sprecherin Ulrike Becker erklärt:
„Gesellschaftliches Engagement gegen religiösen Fundamentalismus
läuft ins Leere, wenn Islamverbände, die Islamismus und
Antisemitismus fördern und sich an Aufrufen zur Vernichtung Israels
beteiligen, durch die Politik hofiert werden. Die staatliche
Unterstützung von Islamverbänden, die aus dem Iran gesteuert werden,
ist de facto eine Unterstützung des Islamismus und muss aufhören,
sowohl in der Innenpolitik, wie auch außenpolitisch.“

Die durch die Politik aufgewerteten Verbände fühlen sich
inzwischen stark genug, um ihr konservativ-orthodoxes Frauenbild auch
in Deutschland mit Macht durchzusetzen. In Hamburg wurde unter
federführender Beteiligung des IZH eine Boykottkampagne gegen einen
Frauen- und MigrantInnenmarsch organisiert, der sich gegen
Rechtspopulismus und Islamismus richtete.

Die Kampagne STOP THE BOMB fordert ein Verbot des antisemitischen
Quds-Marsches in Berlin, der zur Vernichtung Israels aufruft, und
sich „gegen den Gedanken der Völkerverständigung“ richtet. Dies ist
laut wissenschaftlichem Dienst des Bundestags ein Kriterium für
juristische Verbotsmaßnahmen.

Gegendemonstration:
23.6.2017, Beginn: 12.30 Uhr, George-Grosz-Platz

Antifaschistische Gegenkundgebung:
23.6.2017, Beginn 13.30 Uhr, Adenauerplatz

Pressekontakt:
Ulrike Becker
Sprecherin STOP THE BOMB
Tel. 030 – 8733 3417
info-de@stopthebomb.net
www.stopthebomb.net

Original-Content von: STOP THE BOMB Kampagne, übermittelt durch news aktuell

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