Rheinische Post: AWO droht im Tarifstreit mit Schließung von Einrichtungen in NRW

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Der Arbeitgeberverband AWO Deutschland hat die
zweitägigen Warnstreiks in NRW scharf kritisiert. „Dass Verdi zu
einem so frühen Verhandlungs-Zeitpunkt zu Warnstreiks aufruft, ist
äußerst ungewöhnlich, völlig nutzlos und unverständlich“, sagte der
Geschäftsführer Arbeitgeberverband AWO Deutschland, Gero Kettler, der
in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Freitagausgabe). Bei
einem zu hohen Tarifabschluss würde einigen Einrichtungen die
Insolvenz drohen, sagte er. „Die dortigen Verantwortlichen würden
dann zunächst versuchen, aus der Tarifbindung auszutreten. Ein
nächster Schritt wäre eine noch stärkere Arbeitsverdichtung. Am Ende
bliebe wohl nichts anderes übrig, als defizitäre Einrichtungen zu
schließen, die wir uns aus sozialpolitischen Erwägungen bislang noch
geleistet haben.“ Verdi fordert für die 36.000 Tarifbeschäftigten der
AWO NRW eine Erhöhung der monatlichen Einkommen um 100 Euro zuzüglich
3,5 Prozent, die Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 100 Euro
sowie einen Tag mehr Urlaub. Der nächste Verhandlungstermin ist am
28. Oktober.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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