Rheinische Post: Bilanz der Bundesregierung: Konzerne setzen Frauenquote um

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Die gesetzliche Frauenquote ist nach einer
Analyse der Bundesregierung in den Chefetagen der 106 börsennotierten
und paritätisch mitbestimmten deutschen Unternehmen angekommen. Alle
diese Unternehmen hätten sich an die Vorgabe gehalten, frei werdende
Aufsichtsratsposten bis zum Stichtag 2. November 2016 mit Frauen zu
besetzen, heißt es in der „ersten jährlichen Information über die
Entwicklung des Frauen- und Männeranteils in Führungspositionen“ des
Bundesfrauen- und des Justizministeriums. Sie liegt der in Düsseldorf
erscheinenden „Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe) vor.
Börsennotierte oder mitbestimmungspflichtige Unternehmen sind vom
Gesetzgeber angehalten, sich selbst eine Frauenquote für die
Aufsichtsräte zu geben. Der Auswertung der Bundesregierung zufolge
sind dieser Vorgabe bislang 70 Prozent von 362 ausgewerteten,
börsennotierten Unternehmen nachgekommen. 23,2 Prozent von ihnen
hätten die Zielgröße 30 Prozent Frauenanteil im Aufsichtsrat gewählt,
so das Papier. Allerdings hat sich demnach eine Mehrheit von knapp 60
Prozent dieser Unternehmen nur die Mindest-Zielgröße von „größer als
Null“ gesetzt. Defizite sieht Frauenministerin Manuela Schwesig (SPD)
weiterhin bei der Besetzung von Vorstandsposten mit Frauen. „In den
Vorständen der untersuchten Unternehmen sind Frauen nach wie vor
stark unterrepräsentiert, und zu wenige Unternehmen setzen sich zum
Ziel, überhaupt eine Frau für den Vorstand zu gewinnen. Hier müssen
wir auch über Nachbesserungen am Gesetz nachdenken“, sagte Schwesig.

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