Rheinische Post: Das Parlament muss das Kunst-Chaos beenden

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Als es sie noch gab, musste der Steuerzahler
die WestLB mit Milliarden subventionieren. Nach ihrer Auflösung 2012
hinterließ sie ihm weitere Milliarden an Altlasten. Man fragt sich,
wie viel die Landesbanker eigentlich von ihrem Geschäft verstanden.
Aber als Kunstexperten haben sie sich nicht einmal selbst verstanden.
Trotzdem hortete die Bank einen der wertvollsten Kunstschätze des
Landes – zusammengekauft aus Mitteln der Steuerzahler. Auch andere
Unternehmen des Landes wie die NRW-Bank und ihre Tochter Westspiel
besitzen je eigene Sammlungen von Weltrang. Und was hat der Bürger
davon? Er bekommt die Werke so gut wie nicht zu sehen. Und muss dann
auch noch damit leben, dass diese Landesunternehmen sie nach
Gutdünken verkaufen. Oder – wie im Fall Westspiel – teilweise sogar
vergammeln lassen. Das muss ein Ende haben. Die Landesregierung muss
sich umgehend eine vollständige Übersicht über den Kunstschatz
sämtlicher Landeseinrichtungen verschaffen. Danach muss das Parlament
eine klare Strategie verabschieden, zu welchen Kosten und zu welchem
Zweck dieses Kulturgut genutzt werden soll. Die Bürger haben ein
Recht auf diese öffentliche Debatte. Es geht um ihr Eigentum.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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