Rheinische Post: Die Polizei hat in Köln ihre Pflicht getan Kommentar Von Horst Thoren

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Bei dieser massiven Polizeipräsenz in Köln
konnte nichts passieren. 1500 Beamte im Einsatz, allein am Dom. Geht
doch! Das sagen jetzt alle, die nach den sexuellen Übergriffen auf
Frauen in der Silvesternacht 2015 konsequentes Polizeihandeln
gefordert hatten. Doch nun werden Vorwürfe laut, das Vorgehen der
Beamten gegen Nordafrikaner, der Haupttätergruppe des Vorjahres, sei
rassistisch gewesen. Von gezielter Selektion ist die Rede. Welch eine
Heuchelei! Wer auf der einen Seite zu Recht beklagt, dass
Männerhorden vor den Augen der Polizei über Frauen hergefallen sind,
darf jetzt gezielte Kontrollen nicht verurteilen. Sofern die
Nordafrikaner dabei korrekt behandelt wurden, hat die Polizei nur
eins getan – ihre Pflicht. Bleibt die Frage, die bisher niemand
beantworten kann: Was mag erneut Hunderte Nordafrikaner dazu
veranlasst haben, ausgerechnet in der Silvesternacht nach Köln zu
fahren? War das bewusste Provokation? Oder nur Dummheit? Auch wenn es
dieses Mal dank des konsequenten Durchgreifens der Polizei zu keinen
Übergriffen kam, bleibt Kölns Ruf beschädigt. Es ist noch viel zu
tun, bis es in der wohl tolerantesten Stadt Deutschlands wieder
möglich wird, friedlich zu feiern – auch ohne Polizeischutz.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

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