Rheinische Post: Fachkräftemangel: Stellen bleiben durchschnittlich 95 Tage frei

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Firmen mit Fachkräftebedarf müssen immer länger
nach geeigneten Mitarbeitern suchen. „Die durchschnittliche Vakanz
ist über alle Berufe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zehn auf
95 Tage gestiegen“, heißt es bezogen auf das Jahr 2016 in einer
Engpassanalyse der Bundesagentur für Arbeit (BA), die der in
Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe)
vorliegt. Auf der Liste der Fachkräfte, bei denen Mangel herrscht,
stehen neben verschieden Ingenieurs- und Techniker-Gruppen sowie
Pflegeberufen neuerdings auch Pharmazeuten, IT-Anwendungsberater,
Physiotherapeuten, Friseurmeister und Fahrlehrer. Erhöht hat sich
zudem die Zahl der Tage, die Klempnerei-, Sanitär-, Heizungs- und
Klimabetriebe auf neue Kollegen warten. Sie liegt bei
durchschnittlich 150 Tagen. Am längsten bleiben der BA-Analyse
zufolge Stellen in der Altenpflege frei. 162 Tage sind die Jobs in
der Regel vakant. Bei den Fahrlehrern sieht es nicht viel besser aus.
Fahrschulen suchen in Schnitt 160 Tage, bis sich jemand Neues ihren
Fahrschülern annimmt. „Wir haben in Deutschland nach wie vor keinen
flächendeckenden Fachkräftemangel – in manchen Berufen oder Regionen
zeigen sich sicher teilweise deutliche Engpässe“, sagte BA-Vorstand
Detlef Scheele der Zeitung. Grundsätzlich könne man sagen, dass die
Besetzung gemeldeter Stellen länger dauere, und dass sich das
Arbeitskräfteangebot aus der Arbeitslosigkeit in den vergangenen
Jahren verringert habe.

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