Rheinische Post: Kommentar: Beziehungen auf historischem Tiefpunkt

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Mit der brüsken Terminabsage des
US-Außenministers hat das deutsch-amerikanische Verhältnis einen
historischen Tiefpunkt erreicht. Der offizielle Grund für diese
Absage mag wichtig sein, die deutsche Regierung ist dennoch düpiert,
zumal Mike Pompeo seine weiteren Reisen nach London und Grönland
nicht abgesagt hat. Da hilft es auch nicht, dass ein Teil der Union
immer noch bemüht ist, das Verhältnis zu den USA gesundzubeten.
Selbst wenn Trump nicht wiedergewählt werden sollte, wird es das alte
Verhältnis, in dem die USA selbstverständlich die Schutzmacht
Deutschlands und der anderen europäischen Nato-Partner sind, nicht
mehr geben. Nun kritisieren Trump und seine Gefolgsleute stets
Deutschland, wenn sie auch ganz Europa meinen. Allerdings ist nicht
nur die Trump-Administration mit ihrem rüpelhaft auftretenden
Präsidenten schuld am Temperatursturz zwischen den Ländern. Wenn die
Bundesregierung innerhalb der Nato in Aussicht stellt, zwei Prozent
des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung auszugeben, 1,5 Prozent im
Bündnis fest verspricht und nach einer kleinen Budgeterhöhung in der
mittelfristigen Finanzplanung den Anteil wieder sinken lässt, dann
muss sich der Bündnispartner veräppelt fühlen. www.rp-online.de

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