Rheinische Post: Kommentar / Das Ende eines Mythos = Von Robert Peters

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Hier feierte die Rennsportlegende Rudolf
Caracciola in den 1930er Jahren Erfolge. Das Radsportidol Rudi Altig
wurde 1966 Weltmeister. Hunderttausende kamen in den 90ern zu den
Formel-1-Rennen mit Michael Schumacher. Zigtausende strömten jedes
Jahr zum Festival „Rock am Ring“. Der Nürburgring war mehr als eine
Rennstrecke in der Eifel, er war ein Mythos. Dieser Mythos stirbt
gerade. Krank war er schon lange. Das fing mit dem Größenwahn der
rheinland-pfälzischen Landesregierung an. Sie glaubte einem Investor,
dass neben Rennen und Rock ein Erlebnispark für eine wunderbare
Geldvermehrung sorgen würde. Öffentliche Gelder wurden bei einer
absehbaren Pleite versenkt, ein ehemaliger Finanzminister landete im
Gefängnis. Landesvater Kurt Beck zog sich mit schwer beschädigtem Ruf
aus der Politik zurück. Formel-1-Rennen wird es auf absehbare Zeit
nicht mehr geben. „Grüne Hölle“, das Nachfolgefestival von „Rock am
Ring“, zieht nach dem Streit mit einer inkompetenten
Betreibergesellschaft um. Die hatte schon „Rock am Ring“ auf dem
Gewissen.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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