Rheinische Post: Kommentar / Inklusion mit Mängeln = Von Detlev Hüwel

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Die Schulministerin kann sich über das Urteil
aus Münster freuen. Die Klage von 52 NRW-Städten gegen die
Kostenverteilung für die schulische Inklusion wurde erwartungsgemäß
verworfen. Allerdings lediglich aus formalen Gründen. Das wirft
zunächst die Frage auf, wie es aus Sicht der klagenden Kommunen zu
einer solch schwerwiegenden Panne kommen konnte. Der Gang nach
Münster war wohl nicht sorgsam genug vorbereitet. Das muss intern
aufgearbeitet werden. Das Land wiederum muss sich stets neu der Frage
stellen, ob es genügend Mittel für die Inklusion bereitstellt. Für
die Lehrer, Eltern und Schüler ist indes wichtiger, wie die Inklusion
im Schulalltag funktioniert. Offenbar gibt es noch immer große
Defizite. Vor allem fehlen qualifizierte Lehrkräfte für das
gemeinsame Lernen mit gehandicapten Kindern und Jugendlichen. Eine
Doppelbesetzung ist sicher nicht für alle Unterrichtsfächer zwingend
nötig. Doch derzeit herrscht vielfach Mangelverwaltung. Manche
Sozialpädagogen müssen sich um mehrere Schulen kümmern. So kann
vernünftige Inklusion nicht gelingen.

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