Rheinische Post: Kommentar / Kurzer Prozess? = Von Reinhard Kowalewsky

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Eine Frau im Süden von Essen wird sich gestern
gefreut haben: Die Strafanzeige von Babette Albrecht gegen Helge
Achenbach hatte Erfolg. Der Düsseldorfer Kunsthändler soll sich vor
Gericht dafür verantworten, dass er Frau Albrechts 2012 gestorbenen
Mann Berthold um mehr als 20 Millionen Euro betrogen haben soll. Man
muss sehen, dass es bei dem Strafprozess auch um Genugtuung geht: Als
die Witwe von Albrecht eher zufällig erfahren hatte, dass ihr Mann
Kunstwerke und Autos wohl zu teuer bezahlt hatte, ärgerte sich die
Milliardärsfamilie weniger wegen des Geldes. Mehr zählte, dass
Achenbach einige der Objekte an Berthold Albrecht verkauft haben
soll, als dieser schon schwer krank war – das nahm Frau Albrecht
persönlich. Wie wird das Verfahren verlaufen, sofern die Anklage
zugelassen wird? Ein Geständnis hat Achenbach nicht abgelegt. Seine
Aussage, die überhöht abgerechneten Kaufpreise hätte er mit Berthold
Albrecht abgesprochen, klingt nicht sehr logisch – auch weil es zwei
weitere Fälle zu geben scheint. Es könnten also ein kurzer Prozess
und ein hartes Urteil bevorstehen.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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