Rheinische Post: Kommentar / Trumps Zumutungen = Von Martin Kessler

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Es vergeht kein Tag, an dem Donald Trump nicht
für Schlagzeilen sorgt. Dass er sich selbst für den umtriebigsten
US-Präsidenten seit Franklin D. Roosevelt hält, mag man mit
Schmunzeln quittieren. Schlimmer sind die Zumutungen, die uns der
mächtigste Mann der Welt täglich beschert. Die jüngste Zumutung
bezieht sich im Grunde auf einen alten Vorgang. Mit seinem Luxushotel
in der Nähe des Weißen Hauses vermischt Trump in unzulässiger Weise
Amt und Geschäft. Es ist nachvollziehbar, dass die Staatsanwälte
Klage einreichen. Selbst wenn nun ein langer Rechtsstreit folgt,
heißt das nicht, dass Trump aus dem Schneider ist. Der Vorgang passt
perfekt zur Reihe der Affären in der noch jungen Amtszeit Trumps. Die
Verbindung im Wahlkampf zum Nato-Gegner Russland, die Einflussnahme
auf die Strafverfolgung in gleicher Sache und die vielen
Rücksichtslosigkeiten im Umgang mit Parlamentariern, Medien und
Gerichten zeugen von den demokratischen Defiziten des Präsidenten.
Nur gut, dass die amerikanischen Institutionen funktionieren.
Wenigstens jetzt noch.

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