Rheinische Post: Künast: Billigfleisch ist in Wirklichkeit sehr teuer

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Ex-Bundesagrarministerin Renate Künast (Grüne)
hat die Subventionierung der Massentierhaltung kritisiert und vor
falschen Preisvergleichen zwischen Billigfleisch und Ökofleisch
gewarnt. “Wir subventionieren mit sauer verdienten Steuergeldern
Massentierhaltung”, sagte Künast der Düsseldorfer “Rheinischen Post”
(Donnerstag). In Wahrheit sei das vermeintliche Billigfleisch sehr
viel teurer, weil auch die Folgewirkungen der Massentierhaltung
eingerechnet werden müssten. Das seien etwa die Kosten durch die
Belastung des Klimas wegen des hohen Tierbestands, für die Behandlung
von Gesundheitsschäden durch zu viele Antibiotika im Schweinefleisch
oder steigende Grundwasserpreise wegen der Nitratbelastung. “Das wäre
der ehrliche Vergleich zum Ökofleisch”, betonte Künast. Sie beklagte
“das Gewinnstreben” in der Massentierhaltung. “Sauen kommen
wochenlang bewegungsunfähig in einen Kastenstand, damit sie kein
Ferkel erdrücken.” Hätten sie genügend Platz würde das nicht
geschehen. “Und außerdem kommen in der Massentierhaltung auch sonst
massenhaft ungewollt Tiere zu Tode.”

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