Rheinische Post: Weil spricht sich gegen Hardwarenachrüstungen aus

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Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil
(SPD) hat sich gegen Hardwarenachrüstungen an Dieselfahrzeugen
ausgesprochen. „Hardwarenachrüstungen an Dieselfahrzeugen sind nicht
das Allheilmittel, von dem viele träumen“, sagte Weil der
Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Mittwoch). Damit widerspricht er der
Forderung von Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD), die sich
seit Monaten für Hardwarenachrüstungen auf Kosten der Hersteller
einsetzt. „Wir dürfen den Autofahrern keine Hoffnungen machen, dass
damit alles rasch besser werden könnte“, sagte Weil. Das sei einfach
nicht der Fall. Wollte man eine solche Nachrüstung richtig machen,
brauchte es je Modell und Motorentyp eine Entwicklung der optimalen
Motorensteuerung; diese müssten allesamt zugelassen werden. „Der
technische und zeitliche Aufwand wäre bei Millionen Fahrzeugen extrem
groß, von den Kosten für die Hersteller ganz abgesehen“, sagte Weil
und fügte hinzu: „Ich halte es für falsch, in rückwärtsgewandte
Maßnahmen zu investieren, wenn dann Zeit und Geld fehlt, die
Dieselflotte insgesamt zu erneuern.“ Er zeigte sich offen für
finanzielle Anreize. „Über Nachbesserungen bei Umstiegsprämien und
andere Maßnahmen der Flottenmodernisierung kann und muss man
tatsächlich reden“, so der SPD-Politiker. Zudem würde man bei
Hardwarenachrüstungen wohl erst nach etwa drei Jahren Effekte bei der
Luftqualität messen können, sagte Niedersachsens Regierungschef. „Die
Luft aber wird schon jetzt von Jahr zu Jahr besser.“

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

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