Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen): „Öffentlich muss Ruhe herrschen“

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Der grüne Politiker Robert Habeck wünscht sich
für die anstehenden Koalitionsverhandlungen mehr Besonnenheit und
Ruhe. Nicht die Verhandlungen über Ministerien sollten im Vordergrund
stehen, sondern ein ganz anderer Punkt: „Alle reden über Jamaika und
das Verhältnis von Grünen zur FDP, aber eigentlich müssten wir über
Deutschland und das Verhältnis zu Europa reden. Wir sind in einem
Interregnum, ab Gründung des Bundestages haben wir keine Regierung
mehr, nur noch eine geschäftsführende Regierung, und das ist eine
echt ernste Situation“, sagte der Minister für Energie und Umwelt von
Schleswig-Holstein dem TV-Sender phoenix am Rande des Länderrates in
Berlin. Habeck führte weiter aus: „Diese Ernsthaftigkeit erwarte ich
jetzt auch von allen. Man kann sich jetzt nicht in eine Koalition
reintrinken mit Kubicki, man muss schon ernsthaft über die Themen
versuchen, eine Gemeinsamkeit herzukriegen.“

Es dürfe jetzt nicht darum gehen, Claims abzustecken, sondern in
Themenfeldern aufeinander zu zugehen, in denen die Parteien weit
auseinanderlägen. Hier gab Habeck folgenden Rat: „Das Brückenbauen
sollte man aber nicht öffentlich machen. Wir sind in einer extrem
nervösen Phase, deswegen ist dieses lange Warten bis nach der
Niedersachsenwahl (…) wirklich schädlich. (…) In diesen
zweieinhalb Wochen wird jeder Halbsatz aufgeblasen zu einem
Riesensegel. Deswegen sollten sich alle Gedanken machen, wie es gehen
kann, aber sie sollten es nicht öffentlich sagen. Öffentlich muss
Ruhe herrschen.“

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