RTL/n-tv-Trendbarometer / Forsa-Aktuell: 56 Prozent der Deutschen sorgen sich um die künftige Entwicklung der Wirtschaft – Erwerbstätige besonders pessimistisch

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Pessimismus wegen wirtschaftlicher Entwicklung wächst

Die Bundesbürger blicken zunehmend pessimistisch auf die
wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Im aktuellen
RTL/n-tv-Trendbarometer erwarten 12 Prozent der Befragten, dass sich
die wirtschaftlichen Verhältnisse in den kommenden Jahren verbessern
werden. 56 Prozent dagegen befürchten eine Verschlechterung, 28
Prozent sind der Auffassung, dass sich nichts verändert.

Im Rahmen des RTL/n-tv-Trendbarometers wird kontinuierlich
gefragt, wie die Bürger die wirtschaftliche Entwicklung einschätzen.
Allein von Januar 2018 bis Oktober 2019 sind insgesamt 65.000
Deutsche nach ihrem Urteil gefragt worden. Dabei zeigt sich, dass der
Pessimismus vor allem in diesem Jahr stark gewachsen ist.

Noch im Januar 2018 war der Anteil der optimistischen (26%) und
der pessimistischen (27%) Erwartungen ungefähr gleich groß. 43
Prozent erwarteten damals, dass alles unverändert gut weiterläuft. Am
Jahresende 2018 rechneten bereits 42 Prozent der Bundesbürger mit
einer Verschlechterung und nur noch 17 Prozent mit einer Verbesserung
der wirtschaftlichen Lage. Im Laufe des Jahres 2019 ist der Anteil
der Pessimisten weiter gestiegen – von 45 Prozent im Januar über 51
Prozent im Juli auf derzeit 56 Prozent.

Besonders skeptisch: die 45- bis 59-Jährigen

Während sich die Wirtschaftserwartungen von Ost- und Westdeutschen
30 Jahre nach der Wiedervereinigung angeglichen haben, gibt es
zwischen den einzelnen Bevölkerungs- und Wählergruppen teilweise
deutliche Unterschiede. Frauen sind pessimistischer als Männer (58
gegenüber 54%), 18- bis 29-Jährige haben positivere Erwartungen als
als 45- bis 59-Jährige (21 gegenüber 7%). Die Altersgruppe der 45-
bis 59-Jährigen hat mit 63 Prozent den höchsten Anteil an Bürgern,
die eine ökonomische Verschlechterung befürchten. Alle Erwerbstätigen
blicken überdurchschnittlich pessimistisch in die Zukunft
(Angestellte 59%, Arbeiter 61%, Beamte und Selbständige je 64%).
Schüler und Studenten haben weniger Befürchtungen: 31 Prozent rechnen
mit einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse, 25
Prozent erwarten, dass es besser wird.

Die deutlichsten Unterschiede bei den Wählergruppen gibt es
zwischen den Sympathisanten der Grünen und denen der AfD. Unter den
Anhängern der Grünen findet sich mit 48 Prozent der geringste Anteil
an Pessimisten, die Anhänger der AfD dagegen sind, mit einem Anteil
von 77 Prozent, besonders skeptisch.

forsa-Chef Prof. Manfred Güllner gegenüber der Mediengruppe RTL:
“Die Einschätzung der zukünftigen Entwicklung der Ökonomie in
Deutschland hängt nicht nur von der eigenen wirtschaftlichen
Situation ab. So schätzen zum Beispiel Selbständige die Entwicklung
noch etwas pessimistischer ein als Arbeiter. Stark beeinflusst werden
die ökonomischen Erwartungen aber von der Parteineigung. Obwohl das
Haushaltsnettoeinkommen der Afd-Anhänger nicht niedriger ist als das
des Durchschnitts aller Wahlberechtigten, haben sie die weitaus
pessimistischsten ökonomischen Erwartungen.”

Die Meldungen sind mit der Quellenangabe RTL/n-tv-Trendbarometer
frei zur Veröffentlichung.

Die Daten zu den Wirtschaftserwartungen in Deutschland wurden
zwischen Januar 2018 und Oktober 2019 vom Markt- und
Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag der Mediengruppe RTL
erhoben. Datenbasis: ca. 65.000 Befragte.

Pressekontakt:
Mediengruppe RTL Deutschland
Alessia Gerkens
alessia.gerkens@mediengruppe-rtl.de
Tel: +49 221 456-74103

Ansprechpartner bei forsa
Dr. Peter Matuschek
Telefon +49 151 15455037

Original-Content von: Mediengruppe RTL Deutschland, übermittelt durch news aktuell

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