RTL/n-tv-Trendbarometer / Forsa-Aktuell: Grüne auf Platz 1 – SPD nur noch bei 12 Prozent – Scholz schlägt Kramp-Karrenbauer beim „Kanzler-Duell“

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Grüne vor CDU/CSU – SPD nur knapp vor AfD

Die politische Stimmung in Deutschland hat sich in der vergangenen
Woche massiv verändert. Im aktuellen RTL/n-tv-Trendbarometer
rangieren die Grünen zum ersten Mal seit ihrer Gründung vor fast 40
Jahren vor den Unionsparteien. Sie gewinnen gegenüber der Vorwoche
neun Prozentpunkte und steigen auf 27 Prozent, während CDU/CSU zwei
Prozentpunkte verlieren und nur noch auf 26 Prozent kommen. Die SPD
verliert weitere fünf Prozentpunkte und fällt mit 12 Prozent auf den
niedrigsten jemals auf Bundesebene gemessenen Wert. Die
Sozialdemokraten liegen jetzt nur noch einen Prozentpunkt vor der AfD
mit 11 Prozent (ein Verlust von zwei Prozentpunkten im Vergleich zur
Woche vor der Europawahl). Einen Prozentpunkt verliert die
Linkspartei, die sonstigen Parteien erreichen mit 9 Prozent einen
neuen Höchststand. Lediglich die FDP bleibt unverändert. Das große
Interesse am Ausgang der Europawahl und den Reaktionen darauf hat zu
einer höheren Mobilisierung der Wähler geführt, so dass sich derzeit
nur 17 Prozent nicht an einer Bundestagswahl beteiligen wollen bzw.
unentschlossen sind, welcher Partei sie ihre Stimme geben würden.

Wenn jetzt Bundestagswahlen wären, ergäbe sich folgende
Stimmverteilung: CDU/CSU 26 Prozent (Bundestagswahl 32,9%), SPD 12
Prozent (20,5%), FDP 8 Prozent (10,7%), Grüne 27 Prozent (8,9%),
Linke 7 Prozent (9,2%), AfD 11 Prozent (12,6%). 9 Prozent würden sich
für eine der sonstigen Parteien entscheiden (5,2%). 17 Prozent aller
Wahlberechtigten sind derzeit unentschlossen oder würden nicht wählen
(Nichtwähler 2017: 23,8%).

forsa-Chef Prof. Manfred Güllner gegenüber der Mediengruppe RTL:
„Union und SPD haben weitgehend ignoriert, dass schon bei den
Landtagswahlen in Bayern und Hessen viele ihrer früheren Wähler aus
der liberalen Mitte zu den Grünen abgewandert sind und haben sich
eher um den linken beziehungsweise rechten Rand des Wählerspektrums
gekümmert. Nach der Europawahl rächt sich zudem, dass beide Parteien
sich den Abwanderern zu den Grünen mit einem stärkeren Engagement
beim Klimaschutz anbiedern wollen. Doch damit stärkt man – wie die
aktuellen Daten zeigen – nur das grüne Original“.

Sympathieverluste für Kramp-Karrenbauer

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat in der Woche nach der
Europawahl weitere deutliche Sympathie-Verluste zu verzeichnen. Im
RTL/n-tv-Trendbarometer wird an jedem Wochentag gefragt, für wen die
Deutschen sich entscheiden würden, wenn sie die Kanzlerin/den Kanzler
direkt wählen könnten. Wenn „AKK“ gegen SPD-Chefin Andrea Nahles
anträte, würden 24 Prozent der Bundesbürger sich für die CDU-Chefin
entscheiden – ein Minus von sechs Prozentpunkten gegenüber der
Vorwoche. Nahles käme unverändert auf 13 Prozent. Wenn „AKK“ gegen
den Vizekanzler Olaf Scholz anträte, käme sie auf 21 Prozent (minus
fünf Prozentpunkte). Scholz würde um einen Prozentpunkt auf 26
Prozent steigen und damit erstmals vor Kramp-Karrenbauer liegen.

Kompetenz-Zuwachs für die Grünen

Bei der Frage nach der politischen Kompetenz liegen die Grünen zum
ersten Mal gleichauf mit der Union. Jeweils 17 Prozent trauen den
Grünen und der CDU/CSU zu, mit den Problemen in Deutschland am besten
fertig zu werden. Der SPD trauen das nur noch 3 von 100
Wahlberechtigten zu. 8 Prozent trauen einer anderen Partei, 55
Prozent keiner Partei zu, die Probleme in Deutschland lösen zu
können.

forsa-Chef Prof. Manfred Güllner gegenüber der Mediengruppe RTL:
„Die Urteile der Bürger im aktuellen RTL/n-tv-Trendbarometer sind der
vorläufige Höhepunkt eines seit Jahren zu beobachtenden
Vertrauensverlustes der Union und vor allem der SPD, die in Gefahr
ist, in die völlige Bedeutungslosigkeit abzugleiten.“

Die Meldungen sind mit der Quellenangabe RTL/n-tv-Trendbarometer
frei zur Veröffentlichung. Die Daten zur Partei- und Kanzlerpräferenz
sowie zur Kompetenz der Parteien wurden vom Markt- und
Meinungsforschungsinstitut forsa vom 27. 5. – 31. 5. 2019 im Auftrag
der Mediengruppe RTL erhoben. Datenbasis: 2.001 Befragte.
Statistische Fehlertoleranz: +/- 2,5 Prozentpunkte.

Über die Ergebnisse des aktuellen RTL/n-tv Trendbarometers
berichten heute der Nachrichtensender n-tv sowie RTL Aktuell und das
RTL Nachtjournal.

Pressekontakt:
Mediengruppe RTL Deutschland
Lisa von Söhnen
Telefon 0221 – 45674102

Ansprechpartner bei forsa
Dr. Peter Matuschek
Telefon 030 – 62882442

Original-Content von: Mediengruppe RTL Deutschland, übermittelt durch news aktuell

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