Saarbrücker Zeitung: Kolat fordert Hilfen für die Angehörigen der NSU-Opfer

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Nach der Verschiebung des NSU-Prozesses hat
der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Kenan Kolat,
die bayerische Landesregierung aufgefordert, den Angehörigen der
Opfer zu helfen. Kolat sagte der „Saarbrücker Zeitung“ (Dienstag):
„Jetzt muss sich das Justizministerium in Bayern klar zu Wort melden
und von sich aus Vorschläge machen, wie die neuen Probleme gelöst
werden können.“

Es sei schon eine Überwindung für die Angehörigen gewesen, an dem
Prozess überhaupt teilzunehmen. „Ihnen sind zugleich aber immense
Kosten entstanden.“ Daher müsse rasch geklärt werden, wer dafür
aufkomme.

Zugleich kritisierte Kolat, dass der Prozess verschoben worden
sei, „ohne über die Komplikationen nachzudenken“. Das Münchner
Oberlandesgericht habe das Ausmaß des Prozesses nicht verinnerlicht.
„Sein skandalöses Verhalten von Anfang an hat jetzt zu dieser
peinlichen Verschiebung geführt. Das ist absolut kein guter Start.“

Pressekontakt:
Saarbrücker Zeitung
Büro Berlin

Telefon: 030/226 20 230

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