Schummer: Mehr Arztpraxen ohne Barrieren mit Hilfe eines KfW-Förderprogramms ermöglichen

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Fachgespräch der Unionsfraktion zur medizinischen
Versorgung von Menschen mit Behinderungen

Über 80 Prozent der Arztpraxen sind für Menschen mit Behinderungen
nicht oder nur eingeschränkt zugänglich. Daher hat die Unionsfraktion
am gestrigen Mittwoch mit Vertretern von Ärzten, Krankenkassen und
Betroffenen beraten, wie die medizinische Versorgung besser werden
kann. Im Anschluss an das Fachgespräch erklärt der Beauftragte für
Menschen mit Behinderungen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Uwe
Schummer:

„Mit der UN-Behindertenrechtskonvention haben wir seit 2009 einen
klaren Auftrag: Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen
eine Teilhabe zu ermöglichen. Eine gute Gesundheitsversorgung ist
dabei elementar. Doch gerade barrierefreie Arztpraxen sind dünn
gesät.

Im Austausch mit Ärzten und Krankenkassen sowie Vertretern von
Menschen mit Behinderungen wurde nochmals deutlich, wie dringend der
barrierefreie Umbau der bundesweit rund 200.000 Arzt- und
Therapiepraxen ist. Gefordert wurde, in jeder Region ein Mindestmaß
an vernetzten barrierefreien Praxen zu schaffen. Für ein
flächendeckendes Angebot ist aus Sicht aller Experten ein
KfW-Förderprogramm nötig – so wie es für den altersgerechten Umbau
von Wohnungen bereits zur Verfügung steht. Zusätzlich brauchen Ärzte
für den barrierefreien Auf- oder Umbau ihrer Praxen ein
Zuschussprogramm des Bundes. Nur so können schnell spürbare
Verbesserungen für die Patienten erreicht werden. Die Entwicklung
muss in einem eigenen Fortschrittsbericht der Bundesregierung
festgehalten werden.

Herausgestellt wurde auch, dass die Kosten für den Einsatz von
Gebärdensprachdolmetschern in Krankenhäusern in den Fallpauschalen
der Krankenkassen enthalten sind. Das Sozialgericht Hamburg hatte im
März bestätigt, dass jeder gehörlose Patient ein Anrecht auf einen
Dolmetscher hat. Dies müssen die Krankenhäuser sicherstellen.“

Pressekontakt:
CDU/CSU – Bundestagsfraktion
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