Solarstandard im Gebäudemodernisierungsgesetz: Deutsche Umwelthilfe warnt vor Gefährdung der bürgernahen Energiewende und Bürokratie-Flut

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) begrüßt die geplante Einführung des Solarstandards im Gebäudemodernisierungsgesetz als wichtigen Schritt für mehr Solarenergie auf Gebäuden. Gleichzeitig kritisiert die DUH die Pläne des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, die Bedingungen für Dach-Photovoltaik durch die Streichung der staatlich garantierten Einspeisevergütung zu verschlechtern und fordert verlässliche Förderbedingungen.

Dazu sagt DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz:

„Der Solarstandard ist der richtige Schritt, um das große Potenzial von Gebäudedächern endlich besser für die Energiewende zu nutzen – auch wenn die Einführung früher und ambitionierter hätte kommen müssen. Was die Bundesregierung allerdings mit der einen Hand beschließt, reißt sie mit der anderen wieder ein: Wenn das Bundeswirtschaftsministerium gleichzeitig die Einspeisevergütung für Dach-PV streicht und weitere wirtschaftliche Risiken auf kleine Anlagen abwälzt, wird Solarstrom vom eigenen Dach in vielen Fällen unrentabel. Das wäre fatal: weniger Klimaschutz, mehr überforderte Verbraucherinnen und Verbraucher und vor allem ein massiver Bürokratieaufwand für die Kommunen, die über unzählige Befreiungsanträge wirtschaftlicher Unzumutbarkeit entscheiden müssten. Wir fordern von der Bundesregierung, den Solarstandard mit verlässlichen Förderbedingungen abzusichern, statt die Dach-PV sehenden Auges auszubremsen.“

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