stern-RTL-Wahltrend: Union und AfD verlieren – Umfrage: 22 Prozent der Deutschen für militärischen Einsatz der Bundeswehr gegen IS-Miliz

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Die Unionsparteien CDU/CSU verlieren im
stern-RTL-Wahltrend einen Prozentpunkt und kommen jetzt auf 41
Prozent. Auch die rechtspopulistische AfD büßt im Vergleich zur
Vorwoche einen Punkt ein und liegt nun bei 8 Prozent. Die Grünen
hingegen gewinnen einen Punkt auf 10 Prozent, ebenso die Linken auf 9
Prozent. Die Werte für die anderen Parteien bleiben unverändert: Die
SPD verharrt bei 23 Prozent, die FDP bei 2 Prozent. Auf die sonstigen
kleinen Parteien entfallen 7 Prozent. Der Anteil der Nichtwähler und
Unentschlossenen beträgt 28 Prozent.

Dass die AfD mit zunehmendem Abstand zu den Landtagswahlen in
Sachsen, Thüringen und Brandenburg wieder absackt, erklärt Forsa-Chef
Manfred Güllner so: „Das ist plausibel, weil sie durch ihre Erfolge
einen Schub nach oben bekommen hatte – jetzt schlägt sich das
abgeflaute öffentliche Interesse auch in den Zahlen nieder.“ Zudem
mache ein Ausschlussverfahren gegen einen designierten Brandenburger
AfD-Abgeordneten wegen einer antisemitischen Karikatur Schlagzeilen,
und auch der Aufruf von AfD-Chef Bernd Lucke, Querulanten in der
Partei zu isolieren, werde offenbar aufmerksam registriert. Güllner
zum stern: „Das zeigt den Menschen, was für ein merkwürdiger Haufen
diese AfD ist.“

In einer weiteren Umfrage im Auftrag des stern untersuchte das
Forsa-Institut, wie die Deutschen zur Bundeswehr und einem stärkeren
Engagement im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS)
stehen. 46 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass der
Verteidigungsetat angesichts der mangelhaften Ausrüstung der
Bundeswehr erhöht werden sollte. 50 Prozent sprechen sich gegen eine
Erhöhung des Wehretats aus – darunter vor allem die Anhänger der
Grünen mit 72 Prozent. Eine Mehrheit von 59 Prozent ist der Ansicht,
dass sich die Bundeswehr nur auf die Verteidigung im Rahmen der Nato
konzentrieren sollte, während sich 35 Prozent dafür aussprechen, dass
sie sich von Fall zu Fall auch an internationalen militärischen
Einsätzen beteiligt.

Den Kampf gegen die IS-Miliz in Syrien und dem Irak sollte
Deutschland nur indirekt unterstützen, zum Beispiel durch logistische
oder humanitäre Hilfe – das befürwortet eine Mehrheit von 63 Prozent
der Bundesbürger. 22 Prozent sind der Auffassung, dass die Bundeswehr
im Rahmen der internationalen Anti-IS-Allianz auch aktiv militärisch
eingreifen sollte. Dass sich Deutschland ganz aus diesem Konflikt
heraushalten sollte, finden 12 Prozent der Befragten.

Datenbasis stern-RTL-Wahltrend: Das Forsa-Institut befragte vom
29. September bis 2. Oktober 2014 im Auftrag des Magazins stern und
des Fernsehsenders RTL 2004 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger,
die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden.
Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,5 Prozentpunkten.

Datenbasis Bundeswehr-Umfrage: Das Forsa-Institut befragte am 1.
und 2. Oktober 2014 im Auftrag des Magazins stern 1001 repräsentativ
ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte
Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische Fehlertoleranz
liegt bei +/- 3 Prozentpunkten.

Diese Vorabmeldung ist nur mit der Quellenangabe
stern-RTL-Wahltrend bzw. stern zur Veröffentlichung frei.

Pressekontakt:
stern-Redakteur Werner Mathes, Telefon 030 – 20224 239, oder Matthias
Bolhöfer, RTL-Kommunikation, Telefon 0221 – 4567 4227.

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