Streit in der Groko um Wehrbeauftragten

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Streit in der Groko um Wehrbeauftragten

Union will eigenen Kandidaten aufstellen, falls die SPD ihren eigenen
Amtsinhaber Hans-Peter Bartels nicht wiederwählen will

Osnabrück. Die Wahl des Wehrbeauftragten des Bundestags im Frühjahr droht zu
neuem Streit in der Großen Koalition zu führen. Zwar ist die Union nach Angaben
ihres Fraktionsvizes Johann Wadephul bereit, den SPD-Amtsinhaber Hans-Peter
Bartels aus Kiel für eine zweite Amtszeit wiederzuwählen: “Falls die SPD Herrn
Bartels vorschlägt, werden wir ihn vorbehaltlos unterstützen”, sagte er der
“Neuen Osnabrücker Zeitung”. Einen anderen SPD-Bewerber werde man aber nicht
mittragen. “Wenn die SPD Herrn Bartels nicht vorschlagen will, wird die Union
einen eigenen Kandidaten aufstellen”, sagte Wadephul.

Wadephuls Festlegung birgt deshalb Sprengstoff, weil es ein offenes Geheimnis
ist, dass in der SPD auch deren Abgeordneter und Chefhaushälter Johannes Kahrs
aus Hamburg auf das Amt hofft. So hat Kahrs bei der Etataufstellung für 2020
ohne Wissen von Bartels vier neue Stellen für die Öffentlichkeitsarbeit des
Wehrbeauftragten durchgesetzt. Zwar hat Kahrs seine in den Medien schon länger
diskutierten Ambitionen noch nicht bestätigt – aber auch nicht dementiert.

Als mögliche CDU-Kandidaten für das Amt des Wehrbeauftragten sind deren
Verteidigungspolitiker Henning Otte aus Celle und Ingo Gädechens aus Ostholstein
im Gespräch.

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