Studie: 87 Prozent der Menschen in Deutschland sind gestresst / Jeder Zweite glaubt, von Burn-out bedroht zu sein

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Sechs von zehn Befragten klagen zumindest
gelegentlich über typische Burn-out-Symptome wie anhaltende
Erschöpfung, innere Anspannung und Rückenschmerzen. Dies sind
Ergebnisse einer aktuellen Umfrage der pronova BKK.

Fast neun von zehn Deutschen sind von ihrer Arbeit gestresst. Und
das teilweise so stark, dass bereits Warnzeichen für ein Burn-out
auftreten. Mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer leidet zumindest hin
und wieder unter Rückenschmerzen, anhaltender Müdigkeit, innerer
Anspannung, Lustlosigkeit oder Schlafstörungen. Je 61 Prozent der
Menschen in Deutschland klagen über Rückenschmerzen oder Erschöpfung
– 23 Prozent jeweils sogar häufig. 59 Prozent verspüren manchmal
innere Anspannung. Und 54 Prozent der Befragten grübeln über ihre
Arbeit, was wahrscheinlich mit dazu beiträgt, dass 53 Prozent
schlecht schlafen. „Das sind alles mögliche Symptome eines
Burn-outs“, sagt Dr. Gerd Herold, Beratungsarzt der pronova BKK. Laut
der Studie sehen 50 Prozent der Beschäftigten daher auch für sich ein
mäßiges bis hohes Burnout-Risiko. Jeder siebte sieht bei sich selbst
die Gefahr, vollkommen auszubrennen.

Zeitdruck und emotionaler Stress belasten am stärksten

Hauptgrund für das Gefühl der völligen psychischen und
körperlichen Erschöpfung ist ständiger Termindruck (34 Prozent),
gefolgt von emotionalem Stress durch Kunden oder Patienten (30
Prozent), Überstunden und schlechtem Arbeitsklima (je 29 Prozent).
„Die meisten Berufstätigen fühlen sich von Abgabeterminen, Kunden-
und Chefwünschen unter Druck gesetzt. Im Gegensatz zu Notärzten und
Fluglotsen gibt es aber für viele Büroangestellte kaum einen realen
Grund für extremen Zeitdruck“, sagt Lutz Kaiser, Vorstand der pronova
BKK. „Hier müssen Arbeitgeber wie Arbeitnehmer aktiv Grenzen setzen.“
Denn nach einer wohltuenden Pause gehen uns die anstehenden Aufgaben
oft leichter von der Hand.

Vielen Berufstätigen fällt es außerdem schwer, auf die Signale
ihres Körpers zu hören. 35 Prozent der Deutschen gehen mit
psychischen Beschwerden wie emotionaler Belastung oder Depression
trotzdem zur Arbeit. Das ist eine größere Gruppe als die, die trotz
Grippe, einem gebrochenen Arm oder einer Bänderdehnung ihrer
täglichen Pflicht nachkommt. Hier ist die Tendenz eindeutig: Im Jahr
2016 gingen nur 29 Prozent der Befragten trotz emotionaler Belastung
zur Arbeit.

Digitalisierung wirkt sich auch auf das Stresslevel aus

Auch die ständige Erreichbarkeit versetzt jeden Vierten in Hektik
– allerdings ist ein Trend erkennbar, dass die Menschen zunehmend
lernen, besser mit Smartphone und Co. umzugehen. Dieser Stressfaktor
hat verglichen mit dem Jahr 2016 um fünf Prozentpunkte abgenommen.
„Wir gewöhnen uns daran, bewusste Medien-Auszeiten zu schaffen und
abseits des Büros nicht zu oft auf E-Mails und Handy zu achten“, so
Kaiser. „Dafür tauchen neue, eher subtilere Folgen der
Digitalisierung im Beruf auf. Die Beschäftigten sorgen sich, mit
neuen Technologien nicht umgehen zu können und von Robotern oder
Computern ersetzt zu werden. Das erhöht den Stress und damit das
Burn-out-Risiko.“ Acht Prozent fühlen sich durch den Einsatz von
Robotern und die schnellere Kommunikation unter Druck gesetzt. Und
immerhin 15 Prozent fürchten durch die zunehmende Digitalisierung um
ihren Arbeitsplatz.

Zur Studie

Die Studie „Betriebliches Gesundheitsmanagement 2018“ wurde im
Februar 2018 im Auftrag der pronova BKK im Rahmen einer
Online-Befragung durchgeführt. Dafür wurden bundesweit 1.650
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer repräsentativ befragt.

Über die pronova BKK

Die pronova BKK ist aus Zusammenschlüssen der
Betriebskrankenkassen namhafter Weltkonzerne wie beispielsweise Ford,
Bayer, BASF und Continental entstanden. Die Kasse ist bundesweit für
alle Interessierten geöffnet. Rund 660.000 Kundinnen und Kunden
schätzen die persönliche Betreuung, den exzellenten Service und die
umfassenden Leistungen. Die pronova BKK ist mit einem dichten
Geschäftsstellennetz an über 60 Kundenservice- und Beratungsstellen
vertreten. Sie zählt zu den fünf größten Betriebskrankenkassen und zu
den größten Krankenkassen in Deutschland. Weitere Informationen unter
www.pronovabkk.de.

Pressekontakt:
Ulrich Rosendahl
pronova BKK
Ludwig-Erhard-Platz 1
51373 Leverkusen
Tel.: 0214 32296-3700
presse@pronovabkk.de

Original-Content von: pronova BKK, übermittelt durch news aktuell

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