Stuttgarter Nachrichten: Libyen

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Nachdem über den Balkan keine Route mehr führt,
werden sich die Katastrophen im Mittelmeer wieder häufen. Die ersten
grausigen Anzeichen dafür sind da. Die EU reagiert. Will ihren
Marine-Einsatz gegen die Menschenhändler mit Einverständnis der
Einheitsregierung an Libyens Küste ausdehnen. Macht sich damit aber
wiederum von Politikern abhängig, die ihrerseits von vielen
undurchsichtigen Mächten abhängen. Ist also alles falsch, was die EU
mit Blick auf Libyen gerade anbahnt? Sicher nicht. Viel schlechter
wäre es, die Dinge treiben zu lassen. Aber von der so oft gehörten
Losung, man müsse das Flüchtlingsproblem eben dort lösen, wo es
entsteht, ist es halt ein extrem weiter Weg zur Lösung. In kaum einem
Land der Welt wird das gerade so sichtbar wie in Libyen.

Pressekontakt:
Stuttgarter Nachrichten
Chef vom Dienst
Joachim Volk
Telefon: 0711 / 7205 – 7110
cvd@stn.zgs.de

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