Südasien: Mindestens 2,4 Mio. Hektar Ackerland sind zerstört – und damit die Lebensgrundlage tausender Menschen

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Mindestens 2,4 Mio. Hektar Ackerland in Indien
(1.514.000 ha), Bangladesch (600.000 ha) und Nepal (350.000 ha) sind
beim diesjährigen Monsun zerstört worden. Save the Children
appelliert, die Menschen jetzt effizient beim Wiederaufbau ihrer
Lebensgrundlagen zu unterstützen.

Die schlimmste Flutkatastrophe in der Region seit Jahren hat
mindestens 1.200 Menschen getötet, 40 Mio. Menschen sind von den
Folgen betroffen. 17 Mio. Kinder allein in Indien sind auf humanitäre
Hilfe angewiesen. Während sich die Wassermassen in den am stärksten
betroffenen Gebieten Südasiens allmählich zurückziehen, befassen sich
die Menschen nun mit den Folgekosten.

Thomas Chandy, Länderdirektor von Save the Children in Indien, hat
sich die verheerenden Schäden im indischen Bihar angesehen:
„Millionen von Menschen haben in den von den Fluten betroffenen
Gebieten in Bangladesch, Indien und Nepal ihre Haupteinnahmequellen
verloren, weil ihre Ernte oder Geschäfte zerstört, ihre Tiere getötet
wurden oder weil sie obdachlos geworden sind. Meistens hat es die
ärmsten Familien auch am stärksten getroffen, also diejenigen, die
sich keinen Monat ohne Einkommen leisten können. Deshalb müssen wir
diesen Menschen jetzt so schnell und effizient wie möglich helfen,
damit sie ihr Leben wieder in die Hand nehmen können.“

„Das Ausmaß der Katastrophe ist schwer zu begreifen. Manche
Gemeinden sind komplett ausgelöscht. Viele ältere Menschen erzählten
mir vom Horror der Fluten, der sie völlig überrascht hat. Sie haben
so etwas sehr lange nicht gesehen“, erzählt Chandy und fügt hinzu:
„Allein in Indien brauchen 17 Mio. Kinder dringend humanitäre Hilfe:
Schutz, Gesundheitsversorgung und Nahrungsmittel. Wir machen uns auch
Sorgen um die Unterrichtsausfälle, die immer die Gefahr für Kinder
erhöhen, Opfer von Kinderarbeit oder sogar Menschenhandel zu werden.“

Der Länderdirektor von Save the Children in Bangladesch, Mark
Pierce, warnt, dass sich die Situation trotz der zurückgehenden
Wassermassen schnell wieder verschlechtern könnte: „Wir müssen
wachsam bleiben und damit rechnen, dass das Schlimmste noch nicht
vorüber ist. Solange wir uns noch in der Monsun-Zeit befinden, ist
alles möglich. Heftige Regenfälle und Überschwemmungen können völlig
unerwartet und blitzartig wieder eintreten. In Anbetracht des bereits
sichtbaren Schadensausmaßes in der Region wissen wir auch, dass der
Erholungsprozess schwierig sein und vermutlich Jahre dauern wird. Das
Leben von Millionen Menschen wurde auf den Kopf gestellt, sie
brauchend dringend Unterstützung. Wir müssen und werden sie auf jedem
Schritt dieses Weges begleiten.“

Save the Children ist in Indien, Bangladesch und Nepal in Einsatz,
um Familien dabei zu unterstützen, ihr Leben wieder in den Griff zu
bekommen: wir verteilen Webgarn, ersetzen zerstörte Fischernetze und
helfen dabei, die zerstörte Landwirtschaft wieder aufzubauen.
Außerdem stellen wir Hygiene-Sets, Küchenutensilien und Bargeld für
Güter des täglichen Bedarfs wie Nahrungsmittel und sauberes Wasser
zur Verfügung, wir geben auch Planen für sporadische Behausungen aus,
unterhalten Spielgruppen für Kinder, damit sie sich von den
Anstrengungen erholen können und richten temporäre Schulräume ein,
damit Klassen den Unterricht sofort wieder aufnehmen können.

Kontakt:
Save the Children Deutschland e.V.
Pressestelle – Claudia Kepp
Tel.: +49 (30) 27 59 59 79 – 280
Mail: presse@savethechildren.de

Original-Content von: Save the Children Deutschland e.V., übermittelt durch news aktuell

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