Thomas Kreuzer: Bund muss endlich bayerische Initiative zur Reduzierung von Kindergeldzahlungen ins Ausland umsetzen (FOTO)

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„Deutschland muss jetzt endlich handeln und die explodierenden
Zahlungen von Kindergeld für im Ausland lebende Kinder eindämmen.
Dazu gibt es schon länger eine Initiative des Freistaats Bayern.
Jetzt erkennt wohl auch die SPD im Bund das Problem. Diese Phase der
Einsicht sollten wir nutzen, um das Problem zu lösen“, sagte Thomas
Kreuzer, der Vorsitzende der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag.

Wie jetzt durch Medienberichte bekannt wurde, ist die Zahl dieser
Kinder alleine in den ersten sechs Monaten des Jahres noch mal 10
Prozent gewachsen. Dabei hat Deutschland im vergangenen Jahr bereits
Kindergeld in Höhe von 343 Millionen Euro für Kinder gezahlt, die im
Ausland leben. Das war 2017 schon fast zehnmal so viel wie 2010.

Kreuzer mahnte: „Die aktuelle Rechtslage ist für die Familien, die
mit ihren Kindern in Deutschland leben und höhere
Lebenshaltungskosten haben als etwa in Rumänien und Bulgarien, nicht
gerecht. Es ist aber elementar für unser Rechtssystem, dass es als
gerecht und fair empfunden wird.“ Der CSU-Politiker warnte davor, das
Thema noch weiter auf die lange Bank zu schieben. Nun, da auch
SPD-Kommunalpolitiker aus anderen Bundesländern eine Änderung
fordern, erhöhe sich die Chance für eine rasche Umsetzung. Die CSU
und der Freistaat Bayern setzen sich dafür ein, dass das Kindergeld
an die Lebenshaltungskosten in dem Land angepasst wird, in dem das
Kind lebt. Der Freistaat Bayern hat bereits vor Monaten im Bundesrat
einen entsprechenden Gesetzesantrag zur Kindergeldindexierung
eingereicht (Bundesratsdrucksache 171/18). „Wir haben bereits einen
konkreten Vorschlag vorgelegt. Ich vertraue darauf, dass die
Bundes-SPD mehr auf ihre Praktiker aus anderen Bundesländern hört als
auf die trotzigen Verweigerer aus dem SPD-Landesverband Bayern“,
sagte der CSU-Politiker. SPD und Grüne hatten im Bayerischen Landtag
gegen die CSU-Initiative „Materielle Gerechtigkeit schaffen –
Kindergeld für im Ausland lebende Kinder indexieren“ gestimmt.

Die CSU sieht darin auch eine Botschaft an die Europäische Union:
„Die Arbeitnehmerfreizügigkeit ist eine zentrale europäische
Errungenschaft. Da sind wir uns alle einig. Wir brauchen aber auch
einen europäischen Konsens, dass ein geeintes Europa nicht bedeuten
kann, dass Sozialleistungen unbegrenzt ins Ausland fließen können“,
sagte der CSU-Fraktionschef abschließend

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Telefon: 089/4126-2496
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