Thüringische Landeszeitung: Geld ist nicht alles – Länder müssen mehr Flüchtlinge aufnehmen / Kommentar von Matthias Benkenstein zur internationalen Flüchtlingskonferenz in Berlin

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Eine Menge Geld: Mindestens 500 Millionen Euro will
Deutschland für die syrischen Flüchtlinge bereitstellen. Damit sollen
auch die Nachbarländer entlastet werden. Sie leiden besonders unter
dem Zustrom aus dem Bürgerkriegsland. Doch Geld ist in diesem Fall
nicht alles. Die Unterstützung der Flüchtlinge muss auch effizienter
und nachhaltiger werden. Insgesamt bleiben die Hilfszusagen eher
unkonkret. In erster Linie wollte die Konferenz klar machen, dass
sich die internationale Gemeinschaft grundsätzlich für das Problem
verantwortlich fühlt. Dieses Zeichen der Solidarität reicht aber
nicht.

Die Gemeinschaft muss sich auch bereiterklären, mehr Flüchtlinge
aufzunehmen. Man kann nicht nach außen Solidarität von den
Nachbarstaaten Syriens verlangen und selbst die Grenzen schließen.
Ein Richtwert kommt von der Entwicklungsorganisation Oxfam, wonach
die wohlhabenden Länder mindestens fünf Prozent der registrierten
syrischen Flüchtlinge aufnehmen müssten. Deutschland ist mit der
Aufnahme von 70 000 Flüchtlingen unter den Europäern weit vorne
dabei – es geht mit gutem Beispiel voran.

Pressekontakt:
Thüringische Landeszeitung
Chef vom Dienst
Norbert Block
Telefon: 03643 206 420
Fax: 03643 206 422
cvd@tlz.de

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