Versicherer sehen höheres Risiko durch Unterbringung von Flüchtlingen / Nach SWR-Recherchen steigern einige Unternehmen ihre Beiträge bis um das Zehnfache

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Sperrfrist: 21.04.2015 06:05
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Mainz. Einige Versicherer sehen in der Unterbringung von
Flüchtlingen ein besonders hohes Risiko und erhöhen deshalb
Versicherungsbeiträge. Nach SWR-Recherchen haben Versicherungen ihre
Beiträge zum Teil verzehnfacht. Betroffen sind alle, die Wohnungen
für Flüchtlinge bereitstellen.

In der Verbandsgemeinde Kirchheimbolanden hat eine Kommune ein
syrisches Geschwisterpaar in einer Gemeindewohnung untergebracht.
Allein für diese Wohnung verlangt der Versicherer jetzt statt 53 Euro
fast 300 Euro Feuerversicherung im Jahr – eine Steigerung um das
Sechsfache. In der Verbandsgemeinde Rockenhausen leben mehrere
Flüchtlinge in einem Wohnhaus, das die Kommune vorher für Obdachlose
nutzte. Weil dort jetzt Flüchtlinge leben, hat sich die
Gebäudeversicherung von rund 220 auf mehr als 2400 Euro im Jahr
erhöht, also das Zehnfache. So geht es zahlreichen Kommunen im Land.
Dem SWR liegt ein Schreiben eines Versicherers vor. Darin begründet
er die höheren Prämien mit einer erhöhten Brandgefahr. Das sehen aber
nicht alle Versicherer so. Ein Sprecher des
Gemeindeversicherungsverbands in Köln sagte dem SWR, die vergangenen
Jahre hätten gezeigt, dass die Unterbringung von Flüchtlingen in
Wohnungen keine erhöhte Gefahr darstellten.

Pressekontakt: Sibylle Schreckenberger, Tel.: 06131 929-32755,
Sibylle.Schreckenberger@SWR.de

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