Vom Krieg traumatisiert: Syriens verwundete Kinderseelen / Ausstellung in Hamburg (FOTO)

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Fast ein Lächeln, die Mundwinkel sind schon auf dem Weg nach oben
– mit etwas Vorstellungskraft kann der Betrachter das Mädchen fast
Lachen hören. Oder aber sich ihre Gesichtszüge von Trauer und Angst
erfüllt denken. Was mag sie durchlitten haben? Was hat sie sehen
müssen? Wie tief erschüttert wurde ihre Kinderseele? Geschichten von
Trauer, aber auch Hoffnung kommen dem Betrachter vor Augen.

Die Ausstellung „Die Stille nach der Katastrophe“ in Hamburg zeigt
eindrucksvoll, was allein ein Gesichtsausdruck über das Leben eines
Kindes verraten kann, das der Krieg grausam getroffen hat. Für die
Schau war der Fotograf und Pulitzerpreisträger Daniel Etter in
Einrichtungen der SOS-Kinderdörfer in Syrien unterwegs. Mit Hilfe von
Betreuern, Psychologen und SOS-Müttern hat er einen Zugang zu den
traumatisierten Kindern gefunden – und ihre Gefühle in seinen Bildern
eingefangen. Ihre Gesichter, Gesten und Blicke erzählen von ihrer
Vergangenheit, aber auch davon, dass sie nun endlich in eine Zukunft
blicken, die ihnen ein sicheres Zuhause verspricht.

„Syrien ist ein zutiefst gespaltenes und verwundetes Land“, sagte
Daniel Etter auf der Vernissage zur Ausstellung. „Die Gräben, die
sich vermutlich nie wieder schließen lassen, spiegeln sich auch in
den Gesichtern der Kinder, die ich fotografieren durfte.“

Die Fotografien des Künstlers zeigen die Kinder in einem
geschützten Moment, in dem sie ganz bei sich sind. Mal blicken sie
hoffnungsvoll, mal tief traurig. Ihre Mimik und Gesten erzählen mehr
als Worte. Jedes Gesicht steht für eine individuelle Geschichte und
gleichzeitig für eine ganze Generation von Kindern, die
Unvorstellbares erleiden musste. „Klar, die Bilder erschüttern,“
sagte Wilfried Vyslozil, Vorstandsvorsitzender der SOS-Kinderdörfer
weltweit. „Aber gleichzeitig sieht man, dass diese Kinder wieder
einen Funken Hoffnung verspüren. Die SOS-Kinderdörfer bieten ihnen
eine wärmende Decke, Sicherheit und Geborgenheit, das hilft ihnen
ihre Selbstheilungskräfte zu aktivieren.“

Ausstellung: Die Stille nach der Katastrophe. Galerie von Leica
Fotografie International Springeltwiete 4, 20095 Hamburg, bis 18.
Oktober 2017. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10 bis 18 Uhr, außer
feiertags.

Pressekontakt:
Weitere Informationen:

Boris Breyer

Medien- und Öffentlichkeitsarbeit

SOS-Kinderdörfer weltweit
Hermann-Gmeiner-Fonds Deutschland e.V.
Tel.: +49/89/17914-287
boris.breyer@sos-kd.org
www.sos-kinderdoerfer.de

Original-Content von: SOS-Kinderdörfer weltweit, übermittelt durch news aktuell

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