Im Sommer kamen an die 80 Gäste in weißer Kleidung zur „Limoncello White Night“, im Herbst gibt es Bier, Brezen und Live-Musik: Was zunächst nach klassischem Veranstaltungsprogramm klingt, gehört im ZUM GRÜNAU in Berlin-Köpenick zu einer größeren Idee. Seit Anfang 2026 wird das Restaurant gemeinsam mit dem benachbarten „Hotel Waldzeit“ von der Stiftungsgruppe Bürgermeister Reuter betrieben. Mit der Übernahme verbindet die Stiftung auch einen Anspruch an den Standort: Das ZUM GRÜNAU soll nicht allein Restaurant sein, sondern wieder stärker zum Treffpunkt für Grünau und den Berliner Südosten werden.
Dass solche Angebote angenommen werden, hat der erste Sommer gezeigt. Die Limoncello White Night im ZUM GRÜNAU war vollständig ausgebucht. Nun folgt am 26. September 2026 mit der Grünauer Wiesn das nächste Veranstaltungsformat. Am 4. Oktober schließt sich ein Wiesn-Brunch an.
„_Wir wünschen uns doch alle ein Umfeld, in dem Menschen gerne zusammenkommen, miteinander sprechen und eine gute Zeit verbringen_“, sagt Anja Landvoigt, Vorstandsvorsitzende der Bürgermeister Reuter Stiftung und Geschäftsführerin des Immobilienservice Bürgermeister Reuter.
_“Gerade wenn man einen solchen Standort übernimmt, trägt man aus meiner Sicht Verantwortung. Für die Menschen, die hier arbeiten, aber auch für die Gegend, zu der dieser Ort gehört. Ein Restaurant kann dazu beitragen, dass gesellschaftliches Leben stattfindet.“_
Für Landvoigt ist Grünau dabei kein beliebiger neuer Standort. Sie ist selbst mit der Region verbunden. Die Entwicklung des Hauses betrachtet sie deshalb auch aus der Perspektive der Menschen, die hier leben.
Ein Restaurant als sozialer Ort
Restaurants und Ausflugslokale waren schon immer Orte, an denen mehr passierte als Essen und Trinken. Menschen trafen Nachbarn und Freunde, Familien verbrachten dort den Sonntag, Vereine kamen zusammen und Feste wurden gefeiert.
An diese Funktion möchte das ZUM GRÜNAU anknüpfen, allerdings mit zeitgemäßen Formaten. Die Veranstaltungen sollen unterschiedliche Anlässe schaffen, das Restaurant neu oder wiederzuentdecken. Mal steht das gemeinsame Essen im Mittelpunkt, mal Musik, mal ein Thema, das sich für einige Stunden wie ein kleiner Ortswechsel anfühlt.Die Resonanz auf die White Night hat dem Team gezeigt, dass dieses Konzept funktionieren kann. Gäste kamen gezielt für den Abend nach Grünau. Für das Restaurant war die ausgebuchte Veranstaltung deshalb mehr als ein erfolgreicher Termin im Kalender. Sie war auch ein erster Hinweis darauf, welches Potenzial der Standort als Veranstaltungsort besitzt.
Nach Limoncello kommt die Grünauer Wiesn
Am Samstag, 26. September 2026, geht es von 16 bis 22 Uhr weiter. Bei der ersten Grünauer Wiesn spielt die Live-Band „Partyholixxx“ bekannte Hits. Dazu gibt es frisch gezapftes Bier, Brezen und bayerische Spezialitäten. Baumstammnageln und eine Styling-Ecke für Wiesn-Frisuren gehören ebenfalls zum Programm. Tracht ist willkommen, aber kein Muss. Der Eintritt kostet 39,50 Euro. Darin ist ein Verzehrgutschein über 20 Euro enthalten.
Eine Woche später folgt die Tagesvariante. Am Sonntag, 4. Oktober 2026, lädt das ZUM GRÜNAU von 11 bis 14 Uhr zum Grünauer Wiesn-Brunch. Das Buffet kombiniert Frühstücksklassiker mit bayerischen Spezialitäten und warmen Gerichten. Filterkaffee, Kakao, Wasser und Saft sind im Preis von 39,50 Euro enthalten. Kinder bis fünf Jahre essen kostenfrei, Kinder von sechs bis elf Jahren erhalten 50 Prozent Ermäßigung.
Urlaub für ein paar Stunden, mitten in Berlin
Die Themen wechseln, die Idee dahinter bleibt. Wer zur White Night kam, musste für einen italienisch inspirierten Sommerabend nicht in den Flieger steigen. Wer im September auf die Wiesn möchte, muss Berlin ebenfalls nicht verlassen.
Gerade die Lage spielt dabei eine zentrale Rolle. Das ZUM GRÜNAU verbindet den klassischen Berliner Ausflug ans Wasser mit einem Veranstaltungsprogramm, das einen zusätzlichen Grund für den Weg nach Grünau schafft.
Für die Stiftungsgruppe Bürgermeister Reuter gehört das zu einer langfristigen Entwicklung des Standorts. Die Gruppe ist in Treptow-Köpenick bereits mit mehreren Angeboten vertreten und versteht sich dort nicht nur als touristischer Akteur, sondern sucht auch die Vernetzung mit Bezirk und Region.
