Die Kampagne „Voices of Humanity“ 2026 begleitet humanitäre Einsatzkräfte in Syrien, Haiti und einer kongolesischen Flüchtlingssiedlung in Burundi. Die Realität europäischer Hilfsaktionen wird den Menschen in ganz Europa nähergebracht.
Zum Welttag der humanitären Hilfe startet die Europäische Union die diesjährige Ausgabe ihrer Kampagne „Voices of Humanity“. Damit unterstreicht die EU ihre Rolle als weltweit führender Geber humanitärer Hilfe und stellt die Geschichten jener Menschen in den Mittelpunkt, die diese Hilfe vor Ort umsetzen. Dadurch wird die europäische humanitäre Hilfe für Bürgerinnen und Bürger nahbar.
In einer Zeit, in der weltweit mehr als 252 Millionen Menschen auf humanitäre Unterstützung angewiesen sind, treffen Konflikte, klimabedingte Katastrophen und andere Krisen Gesellschaften mit voller Wucht. Sie vertreiben Menschen aus ihren Häusern und gefährden das Überleben und die Lebensgrundlagen vieler.
Hinter jedem Notfall stehen humanitäre Fachkräfte – medizinisches Personal, Logistik-, Schutz- und Ingenieurfachkräfte sowie viele andere, die meisten von ihnen lokale Einsatzkräfte. Sie arbeiten unter außergewöhnlich schwierigen Bedingungen, um diejenigen zu erreichen, die Unterstützung am dringendsten benötigen.
Die Kampagne „Voices of Humanity“ gewährt anhand persönlicher Geschichten von EU-unterstützten humanitären Einsatzkräften in Syrien, Haiti und einer kongolesischen Flüchtlingssiedlung in Burundi authentische Einblicke in ihren Arbeitsalltag, die komplexen Entscheidungen ihres Einsatzes und das Engagement, das europäische humanitäre Hilfe prägt.
Humanitäre Prinzipien im Einsatz
Die in der Kampagne erzählten Geschichten spiegeln die vier humanitären Prinzipien wider, die die humanitäre Hilfe der EU leiten: Menschlichkeit, Neutralität, Unparteilichkeit und Unabhängigkeit.
Diese Prinzipien sind keine theoretischen Leitlinien. Sie sind der Schlüssel, der es humanitären Organisationen ermöglicht, Zugang zu Konfliktregionen zu verhandeln, Hilfe ausschließlich nach Bedarf zu leisten und das Vertrauen zu wahren, das nötig ist, um Menschen in einigen der herausforderndsten Gebiete der Welt zu erreichen. Angesichts zunehmend eingeschränkter Zugangsmöglichkeiten und wachsender Risiken für Kräfte im humanitären Einsatz sind diese Prinzipien unerlässlich, damit die Hilfe bei denjenigen ankommt, die sie am dringendsten brauchen.
Das Engagement der EU für humanitäre Hilfe
Die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten sind die weltweit größten Geber humanitärer Hilfe und tragen den größten Teil der globalen humanitären Finanzierung. Gemeinsam unterstützen sie weltweit Millionen von Menschen, die von Konflikten, Katastrophen und Vertreibung betroffen sind. Dazu gehören unter anderem die Bereitstellung von Nahrung, Unterkünften, Gesundheitsversorgung, Wasser- und Sanitärversorgung sowie Bildungsangeboten in Krisengebieten.
Für das Jahr 2026 hat die EU einen Anfangshaushalt von 1,9 Milliarden Euro für humanitäre Hilfe bereitgestellt, um die besonders vulnerablen Bevölkerungsgruppen in Krisenregionen zu unterstützen. Dabei sind 15 Prozent des jährlichen EU-Humanitärhaushalts für vergessene Krisen reserviert. Diese gezielte Reserve stellt sicher, dass Mittel nicht nach Medienaufmerksamkeit, sondern nach tatsächlichem Bedarf verteilt werden.
„Humanitäre Hilfe ist einer der deutlichsten Ausdrücke europäischer Solidarität über die eigenen Grenzen hinaus“, sagt Zacharias Giakoumis, Leiter der Kommunikationsabteilung in der EU-Generaldirektion für Katastrophenschutz und humanitäre Hilfe.
„Hinter jedem Hilfseinsatz stehen Persönlichkeiten, deren Mut, Professionalität und Menschlichkeit lebensrettende Unterstützung erst möglich machen. Voices of Humanity basiert auf der einfachen, aber wirkungsvollen Idee, dass direkte Einblicke in die Arbeit der humanitären Einsatzkräfte die Menschen in Europa der humanitären Hilfe und den Prinzipien, die sie leiten, näherbringen.“
Die Kampagne im Überblick
Die Kampagne „Voices of Humanity“ 2026 läuft von August bis Dezember 2026 in dreizehn EU-Mitgliedstaaten: Österreich, Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Irland, Italien, Lettland, den Niederlanden, Portugal, der Slowakei, Schweden und Slowenien.
Die Kampagne vereint dokumentarische Formate, Social-Media-Inhalte, digitale Plattformen und Medienpartnerschaften. Ziel ist es, humanitäre Hilfe für ein europäisches Publikum sichtbarer zu machen und das Verständnis für die weltweite humanitäre Rolle der Europäischen Union zu vertiefen.
Über die humanitären Hilfsoperationen der Europäischen Union
Die Generaldirektion für Katastrophenschutz und humanitäre Hilfe der Europäischen Union ist für die Finanzierung humanitärer Hilfsmaßnahmen und die Koordinierung von Bevölkerungsschutzeinsätzen in Krisen weltweit zuständig. Von Brüssel aus sowie mit einem globalen Netz von Büros finanziert sie Partner wie UN-Organisationen, internationale Einrichtungen und Nichtregierungsorganisationen. Damit wird sichergestellt, dass Hilfe diejenigen erreicht, die sie am dringendsten benötigen – unabhängig von Nationalität, Religion, Geschlecht oder ethnischer Herkunft.
Über „Voices of Humanity“
„Voices of Humanity“ ist die EU-Aufklärungskampagne 2026 zur humanitären Hilfe. Sie begleitet humanitäre Einsatzkräfte in Syrien, einer Siedlung für kongolesische Geflüchtete in Burundi, und Haiti. Ziel ist es, ihre Geschichten dem europäischen Publikum zugänglich zu machen und das Bekenntnis der EU zu den humanitären Prinzipien der Menschlichkeit, Neutralität, Unparteilichkeit und Unabhängigkeit zu bekräftigen.
Mehr zur Kampagne erfahren Sie unter: ec.europa.eu/stories/voices-of-humanity
Pressekontakt:
Sandra Bumbar-Malchow | sandra.bumbar@s-f.com | +49 30 1663 53 022
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